Energie Effizienz Marktplatz Jobs - Effizienzbranche https://www.effizienzbranche.de/16-wirtschaft Thu, 15 Jan 2026 01:38:56 +0100 Joomla! - Open Source Content Management de-de noreply@iwr.de (Effizienzbranche.de) Energieeffizienz-Wirtschaft https://www.effizienzbranche.de/wirtschaft https://www.effizienzbranche.de/wirtschaft

Die Energieeffizienz-Branche umfasst grundsätzlich alle Unternehmen, die Produkte und Dienstleistungen anbieten, die dazu beitragen, im Vergleich zum Status quo mit einem geringeren Energieaufwand die gleiche Output-Leistung zu erzielen. Da verschiedenste Produkte und Dienstleistungen diese Eigenschaft aufweisen, ist die Energieeffizienz-Branche sehr heterogen strukturiert.


Branchenbild Energieeffizienz-Wirtschaft noch in der Entwicklung

Auf der einen Seite stehen Unternehmen, die Produkte und Dienstleistungen anbieten, die ausschließlich auf eine Verbesserung der Energieeffizienz ausgerichtet sind (z.B. Hersteller von Dämmstoffen und Isolierungen). Am anderen Ende des Spektrums befinden sich Firmen, die Produkte und Dienstleistungen im Portfolio haben, die z.B. aufgrund ihres Verbrauchs relativ gesehen zu einer Verbesserung der Energieeffizienz beitragen (z.B. Hersteller von Haushaltsgeräten, EDV-Technik etc.).

Im Unterschied zu etablierten Branchen wie z.B. der Automobilindustrie, gibt es bislang in der öffentlichen Wahrnehmung noch kein Branchenbild Energieeffizienz-Wirtschaft. Gestützt durch die politischen Zielsetzungen auf Bundes- und Länderebene erhält die Entwicklung der Energieeffizienz-Wirtschaft eine zusätzliche Dynamik.

Energieeffizienz bietet Platz für neue Marktteilnehmer

Neben Unternehmen, die aufgrund ihres Produkt- und Dienstleistungsangebotes bereits über viele Jahre dem Energieeffizienz-Sektor angehören, entwickeln sich im Zuge der Umsetzung der Energiewende auch zahlreiche neue Betätigungsfelder auf dem Gebiet der Energieeffizienz. Eine zentrale Rolle spielt dabei die zunehmende Digitalisierung des Energiesektors und die weitere Verbreitung von Smart-Metering-Angeboten.


Industrie und Dienstleistungen

Industrielle Wertschöpfung, d.h. Umsatz- und Beschäftigungseffekte, die mit der Herstellung von Energieeffizienz-Produkten wie z.B. Dämmstoffen, Fenster, Anlagentechnik, Pumpsystemen etc. verbunden sind, verteilt sich über viele Regionen in Deutschland und in anderen Ländern. Neben den Herstellern der Hauptkomponenten profitieren auch die Unternehmen aus dem Zuliefersektor.


Regionale Wirtschaft - Nutzungswertschöpfung

Gleichzeitig führen die Nutzung von Energieeffizienzprodukten und der Betrieb von Anlagen auch zu einer Stärkung der regionalen Wirtschaft und somit zur Sicherung von Beschäftigung vor Ort.

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schmidt@iwr.de (Super User) Wirtschaft Tue, 18 Aug 2015 09:55:45 +0200
Erneuerbare Energien https://www.effizienzbranche.de/16-wirtschaft/239-erneuerbare-energien https://www.effizienzbranche.de/16-wirtschaft/239-erneuerbare-energien

1. Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Deutschland

Flankiert durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hat die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Deutschland seit 2004 deutlich zugenommen. Mit einer Jahres-Stromproduktion von knapp 200 Mrd. kWh stellen erneuerbare Energien nach Stein- und Braunkohle in Deutschland den wichtigsten Energieträger im Strommix dar.

 

ee stromerzeugung deutschland

 

2. Holzpellets im regenrativen Wärmemarkt

Eine wichtige Rolle innerhalb des Bioenergiesektors v.a. im Bereich der Privathaushalte haben Holzpellets. Mittlerweile werden in Deutschland rd. 7,5 Mrd. kWh Wärme durch die Verbrennung in etwa 400.000 Holzpellet-Kesseln und Öfen erzeugt. Im Zuge des Anlagenausbaus wurden auch die Produktionskapazitäten in Deutschland bis 2013 sukzessive erweitert. Nach mehreren Wachstumsjahren bis auf ein Produktionsniveau von 2,3 Mio. t im Jahr 2013, sind die Kapazitäten infolge von Stagnationstendenzen auf dem Holzpelletsektor bis 2015 auf eine Jahresproduktion von 2 Mio. t zurückgegangen.

 

holzpelletproduktion verbrauch deutschland

 

 


 

News Erneuerbare Energien

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schmidt@iwr.de (Super User) Wirtschaft Mon, 17 Aug 2015 14:01:19 +0200
Strommarkt Statistik https://www.effizienzbranche.de/16-wirtschaft/244-strom-statistik https://www.effizienzbranche.de/16-wirtschaft/244-strom-statistik

1. Stromerzeugung in Deutschland

Mit rd. 650 Mrd. kWh hat die Stromerzeugung in Deutschland 2015 den höchsten Wert seit 2000 erreicht. Den größten Beitrag zum Stromaufkommen liefern Stein- und Braunkohle, die zusammen auf 270 Mrd. kWh kommen. An zweiter Stelle liegen die regenerativen Energien. Ihr Beitrag zur Stromerzeugung steigt 2015 über alle Energieträger betrachtet bereits auf knapp 200 Mrd. kWh an, was einem Anteil von rd. 30 Prozent an der gesamten Stromproduktion in Deutschland entspricht. Unter den regenerativen Energien hat 2015 bedingt durch den Boom auf dem Onshore- und Offshore-Windenergiesektor und ein gutes Windjahr 2015 die Stromerzeugung auf knapp 90 Mrd. kWh zugenommen.

Bruttostromerzeugung, Stromverbrauch sowie Import und Export

Stromerzeugung (Mrd. kWh)

2015
2014
2013
2012
2011
2010

Steinkohle

118,0 118,6 127,3 116,4 112,4 117,0

Braunkohle

155,0 155,8 160,9 160,7 150,1 145,9

Mineralöl

5,4 5,7 7,2 7,6 7,2 8,7
Erdgas 59,6 61,1 67,5 76,4 86,1 89,3

Kernenergie

91,8 97,1 97,3 99,5 108,0 140,6
Erneuerbare Energien 195,9 162,5 152,4 143,8 123,8 104,8
     Windenergie 88,0 57,4 51,7 50,7 48,9 37,8
     Biomasse 1 44,2 43,3 41,2 39,7 32,8 29,6
     Photovoltaik 38,4 36,1 31,0 26,4 19,6 11,7
     Wasserkraft

19,3

19,6 23,0 22,1 17,7 21,0
     Müll 5,8 6,1 5,4 5,0 4,8 4,7
Sonstige 26,1 27,0 26,2 25,7 25,6 26,8
Stromerzeugung Gesamt 2
 651,8 627,8 638,7 630,1 613,1 633,1
             
Stromverbrauch (Mrd. kWh)
600,0 592,2 604,9 607,1 606,8 615,4
             
Strom Export/Import (Mrd. kWh)
           
     Importe   33,5   38,9   38,4   44,2   49,7   42,2
     Exporte   85,2   74,5   72,2   67,3   56,0   59,9
Bilanz-Saldo (Mrd. kWh)
+51,8 +35,6 + 33,8 + 23,1 + 6,3 +17,7

1 = inkl. Klär- und Deponiegas, 2 = Rundungsdifferenzen möglich, (+) = Export-Überschuss, (-) = Unterdeckung
Daten: BMWi, Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen

 

Während die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Deutschland stetig ansteigt und mit 195,9 Mrd. kWh im Jahr 2015 einen neuen Höchststand erreicht, sinkt der Strom-Beitrag aus Atomkraftwerken auf zuletzt noch 91,8 Mrd. kWh. Im Spitzenjahr 2001 wurden noch 171,3 Mrd. kWh Strom in deutschen Atomkraftwerken erzeugt. Energiewende: Im Kern basiert die Energiewende in Deutschland derzeit auf dem Ersatz von Atomstrom durch erneuerbare Energien. Eine zeitnahe, signifikante Minderung der energiebedingten CO2-Emissionen erscheint vor diesem Hintergrund unwahrscheinlich. Die Beiträge zur CO2-Minderung müsste aus dem Wärmesektor und Treibgstoffsekor kommen, um die geplanten Minderungsziele der Bundesregierung zu erreichen.  

 


2. Stromerzeugungskapazitäten in Deutschland

Die Kapazitäten zur Stromerzeugung in Deutschland wurden seit 2010 v.a. gestützt durch neue Windenergie- und Photovoltaikanlagen kontinuierlich ausgebaut. Auch auf dem Kohlesektor sind die Kapazitäten trotz Anlagenstilllegungen durch neue Kraftwerke insgesamt leicht gewachsen. Zwar werden kleinere, alte Kohlekraftwerke abgeschaltet, die neuen, teils rieseigen Ersatz-Kohlekraftwerke haben jedoch als Einzelanlage oft die drei bis vierfache Leistung der abzuschaltenden Altanlagen. Im Gegensatz dazu hat sich die Leistung von Kernkraftwerken bedingt durch den Ausstiegsbeschluss der Bundesregierung und die daraus resultierenden Außerbetriebnahmen seit dem Jahr 2010 bis 2015 fast halbiert. 

Kapazitäten (in 1.000 MW)

2015
2014
2013
2012
2011
2010

Steinkohlen

  34,4 29,2 29,8 30,2 30,2

Braunkohlen

  23,3 23,1 24,2 24,9 22,7

Heizöl

  2,9 2,9 4,2 6,4 5,9
Gase   26,9 26,7 26,4 23,9 23,8

Kernenergie

 11,4 12,7 12,7 12,7 12,7 21,5
Wasser   10,3 10,3 10,4 10,6 10,4
Windenergie   39,2 34,3 31,3 29,0 27,2
Photovoltaik   38,2 36,3 33,0 25,4 17,9
Geothermie   0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Biomasse   6,9 6,5 6,2 5,8 5,1
Sonstige   7,7 7,6 6,6 6,4 6,2
Gesamt   202,5 189,7 184,8 175,2 170,8

Daten: BMWi, Stat. Bundesamt, AGEE-Stat


3. Strompreise

Die Börsenstrompreise am Spot- und Terminmarkt sind in Deutschland in den letzten Jahren stark gefallen. Am Terminmarkt haben die monatlichen Durchschnittspreise für das Lieferjahr 2017 im Februar mit 2,17 Cent / kWh den niedrigsten Wert sei dem Jahr 2007 erreicht. Trotzdem wird der Strom für Letztverbraucher wie Privathaushalte durch die Steuern und Abgaben immer teurer

Srompreise am Terminmarkt der EEX-Strombörse

EEX-Terminmarkt 2015 (Ct/kWh)

Jan Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Lieferjahr 2017

 3,2  3,2  3,2 3,2  3,2  3,1  3,1  3,0  2,9  2,8  2,8  2,7

Lieferjahr 2020

 3,3  3,3  3,3  3,3  3,3  3,3  3,3  3,2  3,1  3,0  2,9  2,7

Daten: EEX

 

 Strompreise Privathaushalte (inkl. aller Steuern und Abgaben)

Strompreis Haushalte (Ct/kWh)

2014 2013 2012 2011 2010

1.000 bis 2.500 kWh / Jahr

32,3 31,7 28,9 27,8 26,6

2.500 kWh bis 5.000 kWh / Jahr

29,8 29,2 26,4 25,3 24,1

Daten: EuroStat

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schmidt@iwr.de (Super User) Wirtschaft Mon, 17 Aug 2015 14:01:19 +0200
Erneuerbare Energien Statistik https://www.effizienzbranche.de/16-wirtschaft/247-erneuerbare-energien-statistik https://www.effizienzbranche.de/16-wirtschaft/247-erneuerbare-energien-statistik

1. Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Deutschland

Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien weist bereits seit einigen Jahren einen kontinuierlichen Wachstumstrend auf. Im Jahr 2015 wurden knapp 200 Mrd. kWh Strom aus regenerativen Energien erzeugt, das sind rd. 20 Prozent mehr als im Vorjahr 2014 (163 Mrd. kWh). Allein die Stromerzeugung aus Windenergie hat mit rd. 90 Mrd. kWh im Jahr 2015 fast das Niveau der Kernenergie (rd. 92 Mrd. kWh) errreicht.

Die Onshore- und Offshore-Windenergie bilden zusammen im regenerativen Strommix den wichtigsten Energieträger, vor der Bioenergie, die auf 50 Mrd. kWh kommt. Eine besonders hohe Wachstumsdynamik weist angsichts des hohen Zubauvolumens bis zum Jahr 2012 die Photovoltaik auf, die mittlerweile mit rd. 40 Mrd. kWh zum regenerativen Stromaufkommen beiträgt.

 

EE-Stromproduktion nach Energieträgern national

Erzeugung (in Mrd. kWh)

2015 2014 2013 2012 2011 2010
Windenergie 88,0 57,4 51,7 50,7 48,9 37,8
Biomasse 1 42,4 41,6 39,4 37,8 30,9 27,7
Photovoltaik 38,4 36,1 31,0 26,4 19,6 11,7
Wasserkraft 19,3 19,6 23,0 22,1 17,7 21,0
Klär- und Deponiegas 1,8 1,8 1,8 1,9 1,9 1,9
Müll 5,8 6,1 5,4 5,0 4,8 4,7
Gesamt 2
195,9 162,5 152,4 143,8 123,8 104,8

1 = ohne Klär- und Deponiegas, 2 = Rundungsdifferenzen möglich, Daten: BMWi, AGEE-Stat

 

2. Regenerativer Wärmemarkt

Innerhalb der Energiemärkte hat der Wärmesektor im Hinblick auf den Klimaschutz und die Umsetzung der Ziele der Energiewende den Status eines schlafender Riesen. Dabei hat insbesondere der regenerative Wärmemarkt einen hohen Stellenwert. Analog zur EE-Stromerzeugung ist auch die regenerative Wärmebereitstellung in den letzten Jahren deutlich gewachsen. Allerdings weist der regenerative Wärmesektor eine deutlich geringere Wachstumsdynamik als der Stromsektor auf. Insgesamt lag die regenerative Wärmebereitstellung im Jahr 2015 bei etwa 156 Mrd. kWh. Wichtigste Energieträger ist der Biomassesektor, auf den mit 136 Mrd. kWh rd. 88 Prozent des Gesamtwärmeaufkommens entfallen. Danach folgt die Wärmeerzeugung aus Tiefen- und oberflächennaher Geothermie vor der Solarthermie.


EE-Wärmeproduktion nach Energieträgern national

Erzeugung (in Mrd. kWh)

2015 2014 2013 2012 2011 2010
Bioenergie  135,9 127,6 141,4 130,3 123,3 135,3
Geothermie 11,4 10,7 9,5 8,7 7,8  6,9
Solarthermie 7,8 7,3 6,8 6,7 6,4 5,6
Gesamt 155,2 145,5 157,7 145,7 137,6 147,8

Daten: BMWi, AGEE-Stat

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schmidt@iwr.de (Super User) Wirtschaft Mon, 17 Aug 2015 14:01:19 +0200
Energiemärkte https://www.effizienzbranche.de/16-wirtschaft/236-energiemaerkte https://www.effizienzbranche.de/16-wirtschaft/236-energiemaerkte

International und national befinden sich die Energiemärkte im Umbruch. Auf nationaler Ebene gibt die von der Bundesregierung vor dem Hintergrund der Atomkatastrophe von Fukushima und der Umsetzung der Klimachutzziele beschlossene Energiewende den Rahmen für den Umbau des Energiesystems vor.

Neben dem Strommarkt werden auch auf dem Wärme- und Verkehrs-/Treibstoffsektor nachhaltige Veränderungsprozesse angestoßen und umgesetzt. Auf dem Wärmesektor haben davon bislang vor allem regenerative Energieträger profitiert. Auf dem Verkehrssektor ist es das Ziel, auch mit Blick auf die technologische Führerschaft, den Elektromobilitätssektor zu einer festen Säule auszubauen.

 

Weitere Infos zu ausgewählten Energiemärkten

 

 

 

 

 

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schmidt@iwr.de (Super User) Wirtschaft Mon, 17 Aug 2015 13:48:32 +0200
Akteure der Energieeffizienz-Branche https://www.effizienzbranche.de/wirtschaft/energie-branche https://www.effizienzbranche.de/wirtschaft/energie-branche

Die Energieeffizienz-Branche befindet sich angesichts der aktuellen Ziele von Bund und Ländern zum Klimaschutz in einer dynamischen Entwicklungsphase. Aufgrund des vielfältigen Anwendungsportfolios in den Teilbereichen Energieeffizienz und Energiesparen hat sich in den verschiedensten Industrie- und Dienstleistungssektoren in den Segmenten Strom, Wärme und Treibstoffe ein breites Spektrum von Akteuren entwickelt.

Die Wertschöpfungskette erstreckt sich von der Herstellung von Bau- und Dämmstoffen, Isolierungen und Fenstern über die Produktion energieeffizienter Energieerzeugungsanlagen, Haushaltsgeräte oder Produktionstechnik sowie die Herstellung energieeffizienter Steuerungs-, Regelungs- und Pumpentechnik über die Planung von Anlagen (Kleinanlagen bis Kraftwerke), die Herstellung, Anlagen-Assemblierung und Errichtung bis hin zum Angebot von Smart-Metering-Konzepten und Contracting-Maßnahmen. Des Weiteren bildet die Bauindustrie ein wichtiges Glied innerhalb der Wertschöpfungskette im Bereich Energieeffizienz.


Kategorisierung nach dem Energieeffizienz-Grad

Bei der Kategorisierung der Akteure der Energieeffizienz-Branche kann nach dem Grad der Energieeffizienz der angebotenen Produkte und Dienstleistungen unterschieden werden (s. Abb. Energieeffizienz-Kategorien A bis C).

Kategorien Energieeffizienz Produkte Dienstleistungen


 


1. Industrielle Herstellung und Fertigung

Hersteller von Energieeffizienz-Produkten

Aus den vielfältigen Einsatzgebieten resultiert ein breites Spektrum von Energieeffizienz-Produkten (Dämmstoffe / Isolierungen, Fenster, Brennwert- und Heizkessel, Lüftungsanlagen, KWK-Anlagen, Kohlekraftwerke, Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen etc.). Bei den Unternehmen handelt es sich um Hersteller und Anbieter verschiedenster Größenordnungen. So zählen z.B. im Bereich der Heizsysteme neben einigen spezialisierten Unternehmen auch große Heizungsbauunternehmen zu den Marktteilnehmern.


Zulieferer und Komponentenhersteller

Neben den Herstellern von Energieeffizienz-Produkten stellt die Zulieferindustrie einen zentralen Teil der Wertschöpfungskette dar. Der Kreis der Zulieferunternehmen erstreckt sich auf Unternehmen der Wirtschaftszweige Stahl-, Maschinenbau, Elektrotechnik und Baugewerbe. Zu den Zulieferunternehmen gehören auf dem Energieeffizienz-Sektor Hersteller von BHKW-Komponenten wie z.B. Motoren und Turbinen, Abgassystemen, Schaltschränken, Kabeln sowie Produkten der SHK-Branche. Des Weiteren zählen Firmen aus den Bereichen Unterhaltungselektronik, Haushaltsgeräte, EDV-Technik oder Pumpen-Technik zu den Zuliefer-Betrieben.

 


2. Planung und Projektierung

Architekten, Planungs- und Projektierungsgesellschaften

Für die Planung und den Bau von energieeffizienten Gebäuden sind Architekten zuständig. Dabei reicht das Spektrum von energieeffizienten Einzelgebäuden wie Einfamilienhäusern über Mehrfamilienhäuser und Gewerbeimmobilien  bis hin zu Großbauvorhaben wie Büro- und Gewerbekomplexen oder ganze Stadtquartieren.

Die Planung und Realisierung von größeren Heizungs-, Lüftungs-, Wärmerückgewinnungsanlagen oder Produktionsanlagen wird oft von spezialisierten Projektierungs-Unternehmen oder den Anlagenherstellern übernommen. Zu den Aufgaben der Projektierer gehört bei Heizungsanlagen neben der Standortwahl die Planung der Brennstoffversorgung. Des Weiteren umfasst das Aufgabenspektrum von Projektierern die Zusammenstellung von geeigneten Anlagenkonfigurationen, die Analyse der Wirtschaftlichkeit des Vorhabens und die Umsetzung von Genehmigungsverfahren. Zu den weiteren Aufgaben von Projektierern gehören die Betreuung der Errichtung und die Übergabe der Anlage an den Betreiber/Investor.


Energiehandwerker

Bei Heizungs-Anlagen wie z.B. Öl-, Gas- und Holzheizungen sowie Wärmepumpen und Solaranlagen zur Wärme- und Warmwasserversorgung übernehmen oft Energiehandwerker und Sanitär- und Heizungsinstallateure die Planung und Projektierung der Anlagen.

 


3. Finanzierung und Versicherung

Banken und Finanzinstitute

Je nach Höhe der Investitionskosten und Größe der Bauprojekte oder der zu errichtende Anlage (z.B. neue energieeffizientere Produktionsstrasse), werden Projekte als klassisches Zinszahlungsdarlehen über eine Unternehmens- oder Projektfinanzierung oder im Rahmen von Projektkonsortien realisiert. Zu den Investorengruppen zählen unter anderem Großkonzerne, Bankenkooperationen, Stadtwerke und KMU oder private Geldgeber. Bei Heizungsanlagen für Wohn- und Firmengebäude erfolgt die Finanzierung über Kreditfinanzierungen durch Privatbanken sowie öffentliche Banken wie die staatliche Förderbank KfW.


Versicherungsgesellschaften

Die Umsetzung von großen Bauvorhaben und die Errichtung von Großanlagen wie energieeffizienten Kraftwerken ist an die Absicherung durch entsprechende Versicherungen gebunden. Das Risikomanagement stellt wegen der hohen Investitionssummen bei Großanlagen eine große Herausforderung dar. Vielfältige Risiken entstehen beim Bau bis zur Inbetriebnahme sowie im Zug des Anlagenbetriebs.  

 


4. Errichtung und Wartung

Bauunternehmen und Anlagenhersteller

Die Errichtung von Gebäuden und Anlagen und die Installation von Infrastruktureinrichtungen wie Kabeln und Leitungen werden von Bauunternehmen und Anlagenbauern übernommen, die zum Teil als Generalunternehmer die Projektumsetzung schlüsselfertig übernehmen. Zum Teil sind mehrere Unternehmen in Arbeitsgemeinschaften an den Projekten beteiligt.


Service- & Wartungsunternehmen

Für die Betreiber von Energie-Erzeugungsanlagen oder Produktionsanlagen ist ein störungsfreier Betrieb der Anlagen essentiell für die Wirtschaftlichkeit. Eine wichtige Rolle haben dabei die Betriebsführung und der Service bzw. die Wartung der Anlagen. Die Wartung wird von den Anlagen-Herstellern oder externen Dienstleistungsunternehmen übernommen. Bei Heizungsanlagen übernehmen die Energiehandwerker und die Installateure der Sanitär- und Heizungsbranche i.d.R. den Bau und die Wartung der Anlagen.

 


5. Zertifizierung und Prüfung

Bei Anlagen zur Energieerzeugung bzw. Produktionsanlagen stellen unabhängige Zertifizierungs- und Prüfinstitute sicher, dass die technischen Anforderungen beim Anlagenbetrieb eingehalten werden.

 


6. Anlagenbetrieb

Im Bereich der Energieerzeugungsanlagen ist die Unternehmens-Palette aufgrund des Nebeneinanders von zentralen und dezentralen Erzeugungsanlagen vielfältig und reicht von Stromversorgern, Stadtwerken über Genossenschaften und Projektierungsgesellschaften bis hin zu Einzelbetreibern (Öl-, Gas- und Biomasseheizungen, KWK-Anlagen). Zu den Anlagenbetreibern zählen auch die Produzenten von Treibstoffen wie Benzin und Diesel sowie Biodiesel oder Bioethanol. Gleiches gilt für die Kategorie der Produktionsanlagen, auch hier ist das Spektrum der Marktakteure aufgrund der breiten Palette an Unternehmen relativ breit.

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schmidt@iwr.de (Super User) Wirtschaft Mon, 17 Aug 2015 13:48:32 +0200
Energiestatistiken https://www.effizienzbranche.de/16-wirtschaft/248-energiestatistiken https://www.effizienzbranche.de/16-wirtschaft/248-energiestatistiken

Die Umstrukturierung der Energiewirtschaft spiegelt sich in der zeitlichen Entwicklung auch in den Statistiken zu den einzelnen Teilmärkten wider.

So werden z.B. in den Statistiken zum Strommarkt die Änderungen im Energieträgermix der Stromversorgung sichtbar. Deutlich erkennbar wird im Zuge des Atomausstiegs der Bedeutungsverlust der Kernenergie bei gleichzeitigem Wachstum der erneuerbaren Energien und einer anhaltend hohen Stromproduktion aus Kohle.

Auf dem Ölmarkt zeigen sich zudem die Verschiebungen bei den Lieferländern für die Versorgung Deutschlands mit Rohöl. Zudem tritt in der Entwicklung des Treibstoffabsatzes die zunehmende Bedeutung des Dieseltreibstoffs für den Verkehrssektor hervor.


Ausgewählte Energie-Statistiken

 

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schmidt@iwr.de (Super User) Wirtschaft Mon, 17 Aug 2015 13:48:32 +0200
Energiewirtschaft und Märkte (3) https://www.effizienzbranche.de/16-wirtschaft/101-energiewirtschaft-3 https://www.effizienzbranche.de/16-wirtschaft/101-energiewirtschaft-3

Die Energiewirtschaft befindet sich in einem stetigen Wandel. In der Grundstruktur lässt sich die Energiewirtschaft mit zwei Seiten einer Medaille vergleichen, die zusammen ein Gesamtbild ergeben. So stehen auf der einen Seite der Medaille in den energiewirtschaftlich relevanten Bereichen Strom, Wärme & Kälte sowie Treibstoffe die Energieerzeugung und -Versorgung und auf der anderen Seite der Anlagen- und Systembau.

 

Energieerzeugung und -versorgung

In der Kategorie Energieerzeugung und -versorgung werden die Energieerzeugung und -versorung und die auf diesen Themenfeldern tätigen Unternehmen subsumiert. Die wichtigsten Marktteilnehmer in diesem Teilbereich sind Energieproduzenten, Versorgungsunternehmen (u.a. auch Wind- oder Solarparkbetreiber), Dienstleistungsunternehmen etc., die auf dem Gebiet der Produktion und Verteilung von Energie aktiv sind.

Die wachsende Bedeutung des internationalen Klimaschutzes und die Turbulenzen auf dem Ölmarkt stellen die Industrienationen und die Energiewirtschaft (Strom, Wärme & Kühlung, Treibstoffe) vor neue Herausforderungen. Die Folge ist ein komplexer Umstrukturierungsprozess der nationalen und internationalen Energiewirtschaft mit Auswirkungen auf Märkte wie den Strom-, Öl- und Gasmarkt sowie den Markt für erneuerbare Energien.


Konventionelle und Regenerative Energiewirtschaft wachsen zusammen

Große Energieversorger wie z.B. E.ON und RWE reagieren auf die neuen Marktanforderungen durch die Aufspaltung der Geschäftsfelder in konventionelle und erneuerbare Betriebsteile. Ehemalige Nischenanbieter aus der Regenerativen Energiewirtschaft haben sich im Umfeld der international an Dynamik gewinnenden Märkte am Markt etabliert und sind zu Global Playern aufgestiegen. Die Grenzen zwischen der alten, konventionellen Energiewirtschaft und den einstigen Exoten aus dem Bereich der erneuerbare Energien verwischen zusehends und nähern sich immer weiter an.


Plus beim Ausbau erneuerbarer Energien – Gasmarkt im Rückwärtsgang

Von dem Umbau der Energiewirtschaft profitiert in Deutschland auf dem Versorgungssektor vor allem die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, die stark zugelegt hat. Deutlich ungünstiger sind die Rahmenbedingungen derzeit für die Stromerzeugung aus Gas, die in den letzten Jahren in Deutschland deutlich zurückgegangen ist.

Die Entwicklung auf dem internationalen und nationalen Ölmarkt wird seit der zweiten Jahreshälfte 2014 vor allem durch den Aufbau von Förderüberkapazitäten geprägt, was zu einem Einbruch des Ölpreises mit weitreichenden Folgen für die Erdölwirtschaft in den Förderländern geführt hat.

 

 

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schmidt@iwr.de (Super User) Wirtschaft Mon, 17 Aug 2015 11:48:32 +0200
Energieeffizienz & Energiesparen https://www.effizienzbranche.de/ausbau https://www.effizienzbranche.de/ausbau

Der Energieeffizienzsektor ist vergleichsweise komplex strukturiert, da die Definition im allgemeinen Sprachgebrauch neben der Energieeffizienz auch den Aspekt des Energiesparens umfasst.


Energieeffizienz: gleicher Output bei geringerem Energieeinsatz

Unter Energieeffizienz können dabei technische Maßnahmen und Dienstleistungen erfasst werden, die dazu führen, dass bei weniger Energieinput der gleiche Output / die gleich Leistung erzielt wird. Ein Beispiel für Energieeffizienz sind LED-Lampen, die bei einem geringeren Energieeinsatz die gleiche Lichtleistung erzielen, wie konventionelle Leuchtmittel. In dem Fall LED-Lampe bleibt die Nutzleistung (hier: Lichtleistung) vorher und nachher gleich.


Energiesparen: geringerer Output durch Verhaltensanpassung

Der Begriff des Energiesparens zielt dagegen auf eine Verringerung der Leistung durch eine Anpassung des Verhalten. Ein Beispiel stellt die Anpassung der Raumtemperatur dar. Hier erfolgt eine Reduzierung des Energieverbrauchs durch die Senkung der Raumtemperatur. In diesem Fall bleibt die Nutzleistung (hier: Raumwärme) vorher und nachher nicht gleich. Ezielt wird die Senkung der Raumtemperatur durch Verzicht bzw. Anpassung des Verhaltens.


Bund und Länder setzten auf Einzelmaßnahmen und Ausschreibungen

Die Verbesserung der Energieeffizienz und Steigerung des Energiesparens stellen neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien eine zentrale Säule im Rahmen der Energiewende dar. Zur Erreichung der Klimaschutzziele sind auf Bundes- und Länderebene bereits zahlreiche Maßnahmen in den Bereichen Strom, Wärme und Treibstoffe auf den Weg gebracht worden. Bestandteil der Maßnahmen des Nationalen Aktionsplanes Energieeffizienz (NAPE) sind u.a. Ausschreibungskonzepte, die einen marktwirtschaftlichen Ansatz stützen sollen.

 

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schmidt@iwr.de (Super User) Wirtschaft Mon, 17 Aug 2015 11:48:32 +0200