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Ballard Power kooperiert mit deutschem Automobilzulieferer und baut Fertigung aus

Vancouver, Kanada / Stuttgart - Der kanadische Brennstoffzellenhersteller Ballard Power wird künftig mit dem deutschen Automobilzulieferer Mahle im Nutzfahrzeugbereich kooperieren. Am Ballard-Standort in Vancouver ist zudem eine deutliche Erweiterung der Kapazitäten geplant. Die Aktie legt zu.

Ballard Power hat eine Kooperation mit dem deutschen Mahle-Konzern, einem Schwergewicht der automobilen Zulieferbranche, angekündigt. Ballard Power hat außerdem bekannt gegeben, dass die Kapazitäten für Brennstoffzellen-Komponenten und die Montage von Systemen am Standort Vancouver um das Sechsfache gesteigert werden sollen. Grund für die Erweiterung ist der erwartete Nachfrageanstieg nach Brennstoffzellen-Fahrzeugen.

Mahle und Ballard kooperieren bei Brennstoffzellen für Nutzfahrzeuge
Ballard Power Systems und der deutsche Automobilzulieferer Mahle haben eine Kooperationsvereinbarung getroffen. In Zukunft werden beide Unternehmen gemeinsam Brennstoffzellensysteme für Nutzfahrzeuge verschiedener Gewichtsklassen entwickeln. Langfristiges Ziel der Kooperation ist die Fertigung von kompletten Brennstoffzellensystemen für den europäischen, nordamerikanischen und asiatischen Markt. Während der ersten Phase der Zusammenarbeit wird Ballard vorrangig für das Systemdesign rund um den Brennstoffzellenstack verantwortlich sein. Mahle bringt seine breite Erfahrung hinsichtlich Thermomanagement, Luftmanagement, Leistungselektronik und Packaging mit ein.„Im Rahmen unserer Kooperation mit Ballard werden wir der Entwicklung großserientauglicher Brennstoffzellenantriebe einen spürbaren Schub verleihen“, so der Mahle CEO Dr. Jörg Stratmann. „Gerade vor dem Hintergrund der politischen Regularien, die zunehmend nach emissionsarmen Antrieben verlangen, freuen wir uns, zusammen mit Mahle die gemeinsame Vision eines CO2-neutralen Schwerlastverkehrs voranzutreiben“, ergänz Ballard Power CEO Randy MacEwen.

Mahle ist bereits seit mehreren Jahren Serienausrüster für Brennstoffzellen-Fahrzeuge. Vor allem in der komplexen Luftstrecke, der Elektronik sowie der Temperierung von Brennstoffzellensystemen ist der Stuttgarter Technologiekonzern stark aufgestellt. Das Unternehmen baut konsequent sein Anwendungs-Portfolio für Wasserstoff weiter aus und engagiert sich für die Förderung von Brennstoffzellentechnologie und Wasserstoffverbrennung. Mahle erwirtschaftete 2019 einen Umsatz von rd. 12 Milliarden Euro und ist in über 30 Ländern mit mehr als 77.000 Mitarbeitern vertreten.

Ballard erweitert die MEA-Produktionskapazität um das 6-fache
Ballard Power hat zudem angekündigt, angesichts des erwarteten Wachstums bei der Nachfrage nach Brennstoffzellen-Elektrofahrzeugen, die Kapazität für die Herstellung von Membran-Elektroden-Einheiten (MEAs) bis Anfang 2021 in seiner Hauptniederlassung in Vancouver um das 6-Fache auszubauen. Durch die Erweiterung der Kapazität, kann Ballard künftig in seinem Werk in Vancouver jährlich 6 Millionen MEAs fertigen, was einer Produktleistung von ca. 1,66 Gigawatt entspricht. Ballards Werk wird damit nach Angaben des Unternehmens zur derzeit weltweit größten Fertigung für Brennstoffzellen-MEAs für Nutzfahrzeuge. Zusätzlich sollen nach Angaben von Ballards Vize Präsidentin of Operations Jyoti Sidhu auch die Kapazitäten des Unternehmens für die Fertigung von Brennstoffzellenstapeln und die Montage kompletter Module oder Motoren in Vancouver um das 6-Fache erhöht werden. Einzelheiten des Ausbauplans sollen auf Ballards heutiger (29.09.2020) virtueller Veranstaltung "Investor and Analyst Day 2020" vorgestellt und besprochen werden.

Aktie klettert
Die Aktie des RENIXX Konzerns Ballard Power kann nach den deutlichen Verlusten der Vorwoche an die positive Entwicklung des gestrigen Handelstages (28.09.20) anknüpfen. Bislang hat der Aktienkurs heute (29.09.2020) bislang um 3,86 Prozent auf 13,33 Euro zugelegt (29.09.2020, 12:19 Uhr, Börse Stuttgart). Damit notiert die Ballard Aktie zwar weiterhin deutlich unter ihrem Jahreshoch von 18,895 Euro (09.07.2020), verglichen mit dem Kurs zum Jahreswechsel ergibt sich in der bisherigen Jahresbilanz aber ein sattes Plus von 108 Prozent.


© IWR, 2020


29.09.2020

 



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