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Daimler startet Praxistest für E-LKW

Stuttgart / Friedewald – Daimler hat den Praxistest für den schweren LKW eActros gestartet. Insgesamt 20 Kunden werden den neuen Mercedes Benz E-LKW über insgesamt 2 Jahre ausgiebig testen.

Der Automobilkonzern Daimler arbeitet intensiv an der Elektriifzierung des Transportsektors. Mit Blick auf den Stadtverkehr wurde jetzt ein umfangreicher Feldtest gestartet, bei dem Kunden aus den verschiedensten Wirtschaftsbereichen dem E-LKW eActros im Real-Life-Betrieb auf den Zahn fühlen.

Hermes erster von 20 Testkunden aus unterschiedlichen Branchen
Mercedes-Benz Trucks startet die Praxistests seines vollelektrischen schweren Lkw eActros. Der Handels- und Logistikdienstleister Hermes ist der erste von insgesamt 20 Kunden aus unterschiedlichen Branchen, die den Elektro-Lkw in ihre Flotte integrieren. Geplant ist, dass die Kunden jeweils einen seriennahen 18- oder 25-Tonner ein Jahr lang im normalen Betrieb einsetzten und die Fahrzeuge auf ihre Alltagstauglichkeit hin testen. Ziel ist es, lokal emissionsfreies und leises Fahren in Städten später auch mit schweren Serien-Lkw zu realisieren. Die Testserie gliedert sich in zwei Phasen mit jeweils zehn Kunden und dauert insgesamt ca. zwei Jahre.

Individuelle Kundenanforderungen liefern wichtige Erkenntnisse für Serienprodukt
Jeder Kunde stellt dabei andere Anforderungen an den eActros. Hermes erprobt einen 25-Tonner hauptsächlich auf einer 50 km langen Strecke, die zwischen Bad Hersfeld und dem Hermes Logistik-Center Friedewald in Nordhessen verläuft. Die Tour führt durch eine hügelige Landschaft und wird sechs- bis achtmal am Tag gefahren. Dabei wird mindestens ein Ladevorgang zwischen den Fahrten erforderlich. Die Reichweite des eActros beträgt bis zu 200 km. Die Übergabe des Fahrzeugs an Hermes fand im September in Bad Hersfeld statt. Weitere Kundenübergaben sollen bis Ende des Jahres erfolgen.

Stefan Buchner, Leiter Mercedes-Benz Lkw: „Die Praxistests mit dem eActros sind ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Serienprodukt. Mit den umfassenden Erkenntnissen wollen wir Elektro-Lkw für den innerstädtischen Verteilerverkehr, die betriebswirtschaftlich auf Augenhöhe mit Diesel-Lkw liegen, ab 2021 realisieren.“

Intensive Kundenberatung und –betreuung
Die Gemeinsamkeit aller Testkunden beim Einsatz des eActros liegt im Transport von Waren im Stadtverkehr sowie in Einsatzfeldern, die sonst mit konventionellen Dieselantrieben erledigt würden. Ansonsten unterscheiden sich Branchen und Kategorien und die daraus resultierenden Anforderungen sehr stark: Das Spektrum reicht von Lebensmitteln bis zu Bau- und Werkstoffen.

Je nach Anforderung erhalten die Kunden den zweiachsigen 18-Tonner oder den dreiachsigen 25-Tonner. Bei den Aufbauten reichen die Varianten vom Kühlkoffer über Trockenkoffer bis hin zu Silo oder Plane. Die weiteren Kunden der ersten Testphase, zu denen Unternehmen wie z.B. Dachser, Edeka oder Kraftverkehr Nagel aus Deutschland sowie Camion Transport und Migros aus der Schweiz gehören, werden ihren E-LKW in den nächsten Wochen erhalten.

Die Entwicklung und Erprobung der schweren Elektro-Lkw im Verteilerverkehr wird im Rahmen des Projekts „Concept ELV²“ zu verschiedenen Teilen vom Bundesumweltministerium (BMUB) sowie vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.


© IWR, 2018


17.09.2018