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PV-Strom PPAs: Vattenfall verzeichnet steigende Nachfrage in schwierigem Marktumfeld

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Berlin - Der Energiekonzern Vattenfall verzeichnet auf Seiten der Industrie eine steigende Nachfrage nach erneuerbarem Strom, der im Rahmen von Corporate Power Purchase Agreements (CPPA) geliefert wird. Hintergrund sind die Preisschwankungen auf den Rohstoff- und Energiemärkten und die gleichzeitigen Bemühungen zahlreicher Unternehmen, ihre Klimaziele umzusetzen.

„Das Nachfrageinteresse der Industrie richtet sich neben Windenergie auch verstärkt auf Solarstrom aus neuen, förderfrei errichteten Freiflächen-Photovoltaikanlagen, den die Unternehmen mit Hilfe von Corporate PPA von Vattenfall beziehen“, so der Leiter der Geschäftseinheit „Solar & Batteries“ bei Vattenfall Claus Wattendrup über die aktuelle Entwicklung.

Dabei sei die langfristige Kalkulierbarkeit des Preises bislang ein wesentliches Kriterium gewesen. Angesichts eines neuen Marktumfelds mit unterbrochenen Lieferketten und steigenden Materialpreisen für Solar-Komponenten stünden Vertragspartner jetzt jedoch vor deutlich höheren Herausforderungen mit wesentlich schwerer zu kalkulierenden Kosten für die Errichtung von großen Photovoltaik-Anlagen.

„Wir führen deshalb zahlreiche Gespräche mit unseren Partnern auf der Abnehmerseite, wie sich Preisrisiken für beide Seiten bestmöglich handhaben lassen. Hier sehen wir die Bereitschaft zu einer fairen Risikoaufteilung“, so Wattendrup weiter.

Der Ausbau der Photovoltaik ist für Vattenfall ein wesentlicher Eckpfeiler innerhalb der Unternehmensstrategie. Deutschland ist darin neben den Niederlanden ein Kernmarkt für das weitere Wachstum in Sachen Solar. Derzeit hat Vattenfall 3.000 Megawatt (MW, 3 GW) PV-Leistung in der Planung und im Bau. Bis 2025 will Vattenfall die Pipeline auf 10.000 MW (10 GW) ausbauen. Einen Teil der daraus erzeugten Strommengen will der Energiekonzern künftig ausschreiben, in diesem Jahr sollen bereits 3 Mrd. kWh (3 TWh) ausgeschrieben werden.

© IWR, 2022

11.05.2022