Windenergie-Zubau in Deutschland steigt im ersten Quartal 2026 um fast 50 Prozent - Windstromerzeugung legt kräftig zu
Von Januar bis März 2026 wurden on- und offshore in Deutschland 228 Windenergieanlagen mit einer Leistung von 1.533 MW neu in Betrieb genommen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ergibt sich damit sowohl bei der Anlagenzahl als auch bei der Leistung ein deutliches Wachstum. Gestützt durch den Windenergie-Ausbau im Jahr 2025 und eine günstigere Witterung fällt auch die Windstromproduktion in den ersten drei Monaten 2026 deutlich höher aus als im Vorjahresquartal.
Januar bis März 2026: Wind an Land-Ausbau auf Vorjahresniveau, Neuinbetriebnahme von Offshore-Windturbinen auf Kurs
Von Januar bis März 2026 sind nach einer aktuellen IWR-Auswertung von vorläufigen Daten des Marktstammdatenregisters der Bundesnetzagentur (BNetzA) insgesamt 228 Windenergieanlagen mit einer Bruttoleistung von 1.532,7 MW neu in Betrieb gegangen (Jan-Mär 2025: 197 Anlagen, 1.029 MW) (Stand: 17.04.2026). Damit liegt der Leistungszubau 49 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums.
Insgesamt entfällt davon mit 192 neu in Betrieb genommenen Windturbinen und einer Bruttoleistung von 1.065 MW der Großteil auf Onshore-Standorte (Jan-Mär 2025: 197 WEA, 1.029 MW), 36 Turbinen mit 467,6 MW wurden offshore in Betrieb genommen (Jan-Mär 2025: keine Neuinbetriebnahmen). Gegenüber dem Vorjahreszeitraum hat der Windenergiezubau an Land bezogen auf die Leistung um 3,5 Prozent zugelegt. Die neu installierte Offshore-Leistung ist nach der Nullrunde im Vorjahresquartal wieder deutlich gestiegen.
Unter Berücksichtigung der Stilllegung von Altanlagen mit einer Leistung von 238 MW im Zuge von Repowering-Projekten in den ersten drei Monaten des Jahres 2026 bleibt noch ein Netto-Zubausaldo von 1.295 MW (Jan-Mär 2025: 859 MW).
Wind an Land: NRW vor Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg
Mit einem Brutto-Zubau von 332 MW (59 WEA) liegt Nordrhein-Westfalen im ersten Quartal 2026 auf Platz 1 im Bundesländer-Ranking, vor Niedersachsen mit 308 MW (55 WEA). Mit deutlichem Abstand folgen Schleswig-Holstein mit 130 MW (24 WEA) sowie Baden-Württemberg mit 78 MW (16 WEA) auf den Plätzen drei und vier. Auf Rang fünf liegt Brandenburg mit 52 MW (8 WEA).
Darauf folgen Sachsen-Anhalt (36 MW) und Hessen (34 MW) auf Platz 6 und 7 sowie Mecklenburg-Vorpommern (34 MW), Rheinland-Pfalz (29 MW) und Sachsen (24 MW). Am unteren Ende der Flächenbundesländer liegen Bayern (6 MW) sowie Thüringen und das Saarland, jeweils mit null Neuinbetriebnahmen. Auch in den Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg wurden im Jahr 2026 bislang keine neuen Windenergieanlagen errichtet.
Offshore Windenergie: Inbetriebnahme der Offshore-Windparks Borkum Riffgrund 3 und He Dreiht auf Kurs
Derzeit befinden sich in Deutschland mehrere Offshore-Windparks im Bau. Während bei Vorhaben wie Windanker (Nordsee) und Nordseecluster A (Nordsee) noch die Fundament- und Kabelarbeiten laufen, ist der Bau der Offshore-Windparks Borkum Riffgrund 3 (Nordsee) und EnBW He Dreiht (Nordsee) bereits weit fortgeschritten und ein großer Teil der Turbinen bereits in Betrieb.
In den ersten drei Monaten des Jahres 2026 wurden in den beiden Windparks Borkum Riffgrund 3 und EnBW He Dreiht insgesamt 36 Turbinen mit einer Gesamtleistung von 468 MW in Betrieb genommen. Beide Offshore-Windparks sollen nach den aktuellen Planungen im Jahr 2026 vollständig in Betrieb gehen. Der Offshore-Windpark Borkum Riffgrund 3 von Ørsted wird aus insgesamt 83 Siemens Windturbinen (SG 11.0-200 DD) mit je 11 MW Leistung bestehen und nach der Inbetriebnahme eine Leistung von 913 MW aufweisen. Der Offshore-Windpark EnBW He Dreiht wird aus insgesamt 64 Vestas-Windturbinen (V236-15MW) mit je 15 MW Leistung bestehen und eine Gesamtleistung von 960 MW erreichen.
Windstrom in Deutschland legt im ersten Quartal 2026 um 27 Prozent zu
Deutlich zugelegt hat im ersten Quartal in Deutschland auch die Stromerzeugung aus Windkraftanlagen, die gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 27,4 Prozent auf 42,8 Mrd. kWh gestiegen ist (Q1 2025: 33,6 Milliarden kWh). Das zeigt die Auswertung von Daten der europäischen Netzbetreiber (ENTSO-E) durch das IWR.
Sowohl an Land als auch auf See verzeichnete die Windstromproduktion kräftige Zuwächse. Onshore-Anlagen steigerten ihre Einspeisung um 23,1 Prozent auf 33,1 Milliarden kWh (Q1 2025: 26,9 Milliarden kWh). Noch dynamischer entwickelte sich die Offshore-Windenergie: Hier kletterte die Stromerzeugung um 44,8 Prozent auf 9,7 Milliarden kWh (Q1 2025: 6,7 Milliarden kWh).
Treiber dieser Entwicklung sind vor allem der starke Zubau neuer Windkraftanlagen im Jahr 2025 mit einem Netto-Zuwachs von über 5.000 Megawatt sowie eine insgesamt günstigere windklimatologische Witterung im ersten Quartal 2026.
© IWR, 2026
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