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Energiewende in Dänemark: Verbot von Öl- und Gasheizungen

Kopenhagen – Die Dänen wollen grünes Wachstum und haben dazu neben weiteren Maßnahmen auch die Installation von öl- und gasbefeuerten Heizsystemen in Neubauten verboten. Nur wenn sich diese Neubauten in einem Gebiet mit Anschluss an das Erdgasnetz befinden, können auch Erdgas-Heizungen installiert werden. Diese Regelung gilt bereits seit Anfang 2013 und wird ab 2016 auch auf bestehende Gebäude ausgeweitet. Ab dann werden neue Ölheizungen auch im Gebäudebestand in Gebieten verboten, die an ein Fernwärme- oder Gasnetz angeschlossen sind. Dänemark hat diese Regelungen bereits im März 2012 im Rahmen des sogenannten "Energy Agreement" vorgesehen.

Weitere Bausteine: Windenergie und Smart Grid

Auch auf anderen Gebieten der Energieeffizienz und der erneuerbaren Energien ist Dänemark Vorreiter. Das Land will u.a. bis zum Jahr 2020 die Hälfte des Strombedarfs mit Windenergie decken. Derzeit liegt der Anteil bei etwa 25 Prozent. Des weiteren wurde zuletzt die Smart Grid-Strategie für Dänemark vorgestellt. Die Verbraucher sollen mit fernablesbaren Stromzählern ausgestattet werden, damit sie ihr Energiemanagement verbessern und je nach Zeitpunkt die günstigsten Stromtarife aussuchen können. Dänemark sieht sich selbst innerhalb der Europäischen Union (EU) in einer Führungsposition bei Forschung, Entwicklung und Demonstration von Smart Grid-Anwendungen. Durch die ganzheitliche Strategie will das Land sich für einen globalen Markt in Milliardenhöhe in den nächsten zehn bis 15 Jahren in Stellung bringen.

Kopenhagens Ziel: Erste CO2-neutrale Hauptstadt

Zudem hegt die Hauptstadt Kopenhagen ehrgeizige Ziele in Sachen Klimaschutz. Bis 2025 müssen in der dänischen Hauptstadt etwa 100.000 Wohngebäude gebaut werden. Gleichzeitig will Kopenhagen die erste CO2-neutrale Hauptstadt der Welt werden. So soll die Stadt eine Art Testfeld für neue ökologische und klimafreundliche Bauweisen und Technologien werden. Zudem sollen diese neuen Lösungen einem internationalen Publikum im Rahmen von Schaufenstern, Klimakongressen und anderen Plattformen präsentiert werden.



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17.04.2013