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Energiewende in Kalifornien: Neues Gesetz als Turbo für Erneuerbare

Los Angeles – Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown bringt erneuerbare Energien in seinem Staat voran. Ein neues Gesetz zur umweltschonenden Energiegewinnung ist nun in Kraft getreten und soll den Grundstein für eine gesündere und nachhaltige Zukunft legen.

Das neue Gesetz sieht vor, dass bis 2030 die Hälfte des Stroms in Kalifornien aus erneuerbaren Quellen gewonnen wird. Zudem soll bis 2030 die Energieeffizienz in Gebäuden verdoppelt und der Ölverbrauch von Fahrzeugen um 50 Prozent gesenkt werden.

Kalifornien setzt sich ehrgeizige Ziele

In der sogenannten Senate Bill 350 setzt sich der bevölkerungsreichste Bundesstaat der Vereinigten Staaten hohe Ziele. Zwischen 2007 und 2015 hat sich der Anteil erneuerbarer Energien an der Energieerzeugung bereits von 12 auf fast 25 Prozent erhöht. Bis 2030 soll der Anteil nun auf 50 Prozent steigen. Die Senkung des Ölverbrauchs fordert das Land weiter heraus. Unter anderem sollen hierfür sauberere Treibstoffe für Fahrzeuge verwendet werden und die Effizienz dieser gesteigert werden. Auch die Anzahl von Elektroautos soll steigen. Inzwischen befinden sich mehr als 150.000 Elektroautos auf Kaliforniens Straßen.

Gemeinsames Vorgehen gegen den Klimawandel

Kalifornien beteiligt sich zudem an dem Abkommen Under 2 Mou, welches sich zum Ziel gemacht hat, die weltweite Temperaturerhöhung bis 2050 auf zwei Grad Celsius zu begrenzen und hier bewusst Städte, Kommunen, Bundesstaaten und –länder in die Verantwortung zu nehmen. Auch das Land Baden-Württemberg beteiligt sich an diesem Abkommen. Die Unterzeichner des Abkommens verpflichten sich ihre Treibhausgasemissionen bis 2050 auf unter zwei Tonnen pro Kopf und Jahr zu reduzieren. In einem Statement zu dem Abkommen erklärte Brown, dass das weltweite Problem des Klimawandels alle Regierungen zum Handeln auffordere. Es sei Zeit, Entscheidungen zu treffen, so der US-Gouverneur.

© IWR, 2015

09.10.2015