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Smart Home, E-Mobilität und Energie-Dienste: RWE setzt auf US-Start-Ups

Essen - Durch die engere Zusammenarbeit mit innovativen Startup-Unternehmen treibt RWE seine Innovations-Offensive voran. Eine Reihe von Kooperationen mit US-amerikanischen Unternehmen soll neue Energie-Ideen aus dem Silicon Valley nach Deutschland bringen.

Bei der Entwicklung der neuen Produkte wird auf die Nähe zum Kunden und die Kenntnisse über dessen Wünsche gesetzt. Sowohl bei Smart-Home-Anwendungen, als auch beim Ausbau des US-Infrastrukturmarktes für Elektro-Ladesäulen will RWE Akzente setzen und hofft auf die Herausbildung erfolgreicher neuer Geschäftsfelder.

Energiedienstleistungen für Haushalte und Unternehmen

Im Frühjahr will RWE als erster deutscher Anbieter das Angebot des amerikanischen Start-Ups „Bidgely“ nach Deutschland bringen. Dabei geht es um die Echtzeit-Datenerfassung des Stromverbrauchs im Haushalt. Fragen wie „Was kostet mich eigentlich ein Waschgang?“ oder „Habe ich auch nicht vergessen, das Bügeleisen abzuschalten?“ kann der Kunde per Blick auf das Handy beantworten. Dieser digitale Energieberater soll Stromfresser im Haushalt identifizieren und dem Kunden so helfen, seine Energiekosten zu senken.

Angelehnt an das in den Niederlanden entwickelte Geschäftsmodell „PowerHouse“ plant RWE gemeinsam mit der kalifornischen Innovationsplattform „Mach 49“, dieses auch in den USA einzuführen. Dabei geht es um Energie-Dienstleistungen für Unternehmen. RWE würde diese beim günstigen Stromeinkauf, beim Stromsparen sowie beim Vermarkten von selbst produzierter Energie unterstützen.

Elektromobilität in den USA als Wachstumsmarkt

Auch beim Thema Elektromobilität liegt der Fokus von RWE auf dem US-amerikanischen Markt. In Zusammenarbeit mit KnGrid, die auf Ladestationen für Elektroautos spezialisiert sind, soll die Infrastruktur in diesem Bereich ausgeweitet werden. So soll RWE der Einstieg in den US-Infrastrukturmarkt für Ladesäulen und Elektroautos gelingen. Im Unterschied zu Deutschland werden in den USA Elektroautos steuerlich gefördert und sind daher beliebter. In Kalifornien sind derzeit 52.000 Fahrzeuge unterwegs - das ist laut RWE fast die Hälfte aller Elektrofahrzeuge in den USA und ein Viertel des Weltmarkts.

Die Innovationsstrategie von RWE beschränkt sich jedoch nicht nur auf Kooperationen im Silicon Valley. Um eine Vielfalt an Innovationen zu erreichen „haben wir die Absicht, 15 Mio. US-Dollar in einen renommierten Venture-Capital-Fonds zu investieren, der seinen Schwerpunkt bei grünen Technologien hat.“ erklärte der Vorstandsvorsitzende von RWE, Peter Terium.

© IWR, 2016

09.02.2016