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Eon erhöht Strompreise um knapp 14 Prozent

Coventry, UK – Eon wird die Energiepreise für Verbraucher kräftig hochschrauben. Der Strompreis soll im Durchschnitt um knapp 14 Prozent klettern. Kunden in Deutschland sind davon aber nicht betroffen.

Es geht um die Energiepreise im Vereinigten Königreich. Eon UK kündigte an, dass die Preise für Strom und Gas kräftig angehoben werden. Es sei die erste Preiserhöhung seit mehr als drei Jahren.

Kräftiger Anstieg der Energiepreise für 2,5 Millionen Kunden in UK

Bei Eon UK steigen vor allem die Stromtarife, aber auch die Gastarife. Wie das Unternehmen mitteilt, werden die Strompreise zum 26. April um durchschnittlich 13,8 Prozent angehoben. Die Preise für Gas klettern demnach im Schnitt um 3,8 Prozent. Bei den Tarifen im Rahmen einer kombinierten Strom- und Gasversorgung wird es durchschnittlich um 8,8 Prozent teurer. Zu den Ursachen erklärte Eon, dass vor allem solche Faktoren die Preise treiben würden, die nicht direkt mit der Energielieferung zu tun haben. Es gehe um soziale und umwelttechnische Vorgaben, die z.B. den Ausbau erneuerbarer Energien und die Förderung der Energieeinsparung bei den Verbrauchern betreffen. Eon sei in der Lage gewesen, einen Teil der Kostensteigerungen durch Einsparungen beim Einkauf im Großhandel auszugleichen. Die Preiserhöhungen würden rund 2,5 der insgesamt etwa 4 Millionen Kunden im Vereinigten Königreich betreffen.

Mehrere Versorger erhöhen Preise in Großbritannien

In UK haben zuletzt mehrere Energieversorger die Preise erhöht, wie britische Medien berichten. Dazu zählen auch bekannte Player wie npower, Scottish Power oder EDF. Nur bei npower sei demnach die Preissteigerung noch etwas höher ausgefallen.
Eon erklärte, dass die Kosten aufgrund von Sozial- und Umweltanforderungen um 36 Prozent gestiegen seien. Ausdrücklich nannte Eon UK die Renewables Obligation (RO) und die Strommarktreform. Tony Cocker, Geschäftsführer von Eon UK erklärte, es sei eine Ankündigung gewesen, die man nie habe machen wollen. Doch die Ursachen für die Tarifsteigerungen lägen in Kosten begründet, die das Unternehmen nicht kontrollieren könne.

© IWR, 2017

08.03.2017