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Mega Offshore-Windpark East Anglia THREE: Erste Turbine mit 115-Meter-Rekord-Rotorblättern installiert

London (UK) / Abu Dhabi (VAR) - Mit der Installation der ersten Turbine im Offshore-Windpark East Anglia THREE setzt das Projekt neue Maßstäbe beim Ausbau erneuerbarer Energien im Vereinigten Königreich. Rekord-Rotorblätter und ein milliardenschweres Investitionsvolumen unterstreichen die strategische Bedeutung der Offshore-Windenergie für Energiesicherheit und industrielle Wertschöpfung.

Vor der Küste von Suffolk hat das Gemeinschaftsprojekt von Scottish Power Renewables und Masdar die erste Turbine installiert. Mit 115 Meter langen Rotorblättern und einer geplanten Gesamtleistung von 1,4 GW markiert East Anglia THREE einen technologischen und wirtschaftlichen Meilenstein für die britische Offshore-Windindustrie und deren Lieferketten.

Erste Turbine setzt neue Maßstäbe bei Rotorblattgröße
Mit der Installation der ersten Windturbine im Offshore-Windpark East Anglia THREE ist im Vereinigten Königreich ein neuer Rekord erreicht worden. Erstmals kommen Rotorblätter mit einer Länge von 115 Metern zum Einsatz - die größten, die jemals im Land produziert und installiert wurden. Jedes dieser Blätter übertrifft damit die Länge eines Premier-League-Fußballfelds.

Die Turbinen des Typ Siemens Gamesa SG 14-236 DD haben laut Iberdrola eine projektspezifische Leistung von 14,7 MW je Anlage und erreichen eine Gesamthöhe von rund 262 Metern. Damit überragen sie sogar bekannte Bauwerke wie die Aussichtsplattform des Shard in London. Der Rotordurchmesser liegt bei 236 Metern.

Mit einer einzigen Umdrehung erzeugen die Siemens-Gamesa-Turbinen rechnerisch genug Strom, um einen britischen Haushalt mehr als vier Tage lang zu versorgen. Alternativ entspricht dies der Energie für das Aufladen von rund 1.700 Mobiltelefonen.

Charlie Jordan, CEO von Scottish Power Renewables, ordnet die Installation als industriepolitischen Meilenstein ein: „Dies ist ein entscheidender Moment - und eine Premiere für die britische Industrie - für Scottish Power, Iberdrola und Masdar, während wir den Ausbau heimischer erneuerbarer Energien im großen Maßstab feiern und vorantreiben.“

Milliardenprojekt stärkt Lieferketten und Energiesicherheit
East Anglia THREE ist ein Offshore-Windparkprojekt mit einem Investitionsvolumen von rund vier Milliarden Pfund. Es entsteht etwa 69 Kilometer vor der Ostküste Englands in der südlichen Nordsee und soll ab Ende 2026 in Betrieb gehen.

Insgesamt werden 95 Offshore-Windturbinen installiert, die zusammen eine Leistung von rund 1,4 GW erreichen. Damit zählt das Projekt zu den größten Offshore-Windparks weltweit. Nach Fertigstellung soll die Anlage rechnerisch mehr als 1,3 Millionen britische Haushalte mit Strom versorgen.

Ein zentraler wirtschaftlicher Aspekt ist die lokale Produktion: Sämtliche 285 Rotorblätter werden in der Siemens-Gamesa-Fabrik in Hull gefertigt. Dies stärkt die britische Industrie und bindet erhebliche Teile der Wertschöpfung im Inland.

Jordan betont die ökonomische Dimension: „Das bedeutet Investitionen in Milliardenhöhe in britische und globale Lieferketten, Tausende von Arbeitsplätzen während der Bauphase, mehr als hundert langfristige Stellen im Osten Englands sowie eine höhere Energiesicherheit.“

Auch aus Sicht des Partners Masdar hat das Projekt strategische Bedeutung. Husain Al Meer, Director of Global Offshore Wind, erklärt: „Dies ist ein Meilenstein für den Offshore-Windsektor im Vereinigten Königreich. Die Fertigstellung der ersten Turbine von East Anglia THREE stellt eine wirklich monumentale Leistung dar.“

Neben der Stromproduktion hebt er die Rolle von Offshore-Wind für Wachstum und Klimaziele hervor: „Wir sehen enormes Potenzial für Offshore-Windenergie – nicht nur im Vereinigten Königreich, sondern im gesamten europäischen Markt, wo sie entscheidend zur Energiesicherheit beitragen, wirtschaftlichen Fortschritt ermöglichen und Länder beim Erreichen ihrer Klimaziele unterstützen kann.“

Die operative Umsetzung vor Ort verantwortet Scottish Power Renewables, eine Tochter des Energiekonzerns Iberdrola. Gemeinsam mit Masdar treibt das Unternehmen damit eines der größten Offshore-Windprojekte weltweit voran.


© IWR, 2026


22.04.2026

 



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