33 Prozent mehr Solarstrom im September – Erneuerbare Energien seit Jahresbeginn plus 9,5 Prozent
Der weitere Ausbau der Photovoltaik und eine sonnenreiche Witterung erhöhen die Solarstromeinspeisung in Deutschland. Von Januar bis September 2026 haben Solaranlagen über 14 Prozent mehr Strom eingespeist als im Vorjahreszeitraum, im September fällt der Zuwachs noch deutlicher aus. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) war der September zum Monatsende nicht nur außergewöhnlich warm, sondern insbesondere im Süden deutlich sonniger als im langjährigen Mittel.
Solaranlagen speisen im September 8,55 Mrd. kWh ein, Wind und Wasserkraft liegen unter dem Vorjahresmonat
Mit einem Zuwachs von 33,0 Prozent auf 8,55 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) hat die Solarstromeinspeisung im September deutlich zugelegt (Sep 25: 6,43 Mrd. kWh). Neben der sonnenreichen Witterung spiegelt sich darin auch der fortschreitende Ausbau der Photovoltaik wider. Die Windstromeinspeisung ist um 6,7 Prozent auf 11,31 Mrd. kWh zurückgegangen (Sep 25: 12,12 Mrd. kWh), die Einspeisung aus Wasserkraft (ohne Pumpspeicherwerke) fällt mit 0,81 Mrd. kWh 33,1 Prozent niedriger aus (Sep 25: 1,21 Mrd. kWh). Zusammen mit Biomasse und Geothermie haben erneuerbare Energien im September 23,43 Mrd. kWh eingespeist. Das ist ein Plus von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat (Sep 25: 22,57 Mrd. kWh).
Im Monatsdurchschnitt lag die Solareinspeisung im September um 12 Uhr bei 38.486 MW (Sep 2025: 28.947 MW).

Sonnige Witterung treibt Solarstromerzeugung im September
Nach vorläufigen Auswertungen des DWD hat die Sonne im September bundesweit rund 192 Stunden geschienen. Das sind etwa 28 Prozent mehr als im Mittel 1961 bis 1990 (150 Stunden) und rund 22 Prozent mehr als im Mittel 1991 bis 2020 sowie im September 2025 (jeweils 157 Stunden). Besonders sonnig war der Süden: Baden-Württemberg kam auf rund 247 Stunden. Im Norden meldet Schleswig-Holstein mit rund 129 Stunden den niedrigsten Länderwert.
Die Mitteltemperatur lag mit 15,9 °C rund 2,6 Grad über dem Klimamittel 1961 bis 1990 (13,3 °C). Damit zählt der September 2026 zu den zehn wärmsten Septembern seit 1881. Gleichzeitig war der September auch durch Trockenheit geprägt. Bundesweit sind im Schnitt knapp 40 l/m2 gefallen, das sind rund 34 Prozent weniger als im Mittel 1961 bis 1990 und rund 54 Prozent weniger als im September 2025 (gut 86 l/m2). Extrem trocken war es im Südwesten. Deutlich mehr hat es im Norden geregnet.
Auf Erneuerbare Energien entfallen von Januar bis September 63,7 Prozent der Stromeinspeisung
Im Jahresverlauf haben erneuerbare Energien von Januar bis September 2026 nach der IWR-Auswertung der ENTSO-E-Daten 209,88 Mrd. kWh eingespeist, das sind 9,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum (191,71 Mrd. kWh). Der Erneuerbare-Energien-Anteil an der gesamten erfassten Einspeisung liegt damit bei 63,7 Prozent (Jan-Sep 25: 62,3 Prozent). Die gesamte Einspeisung über alle Energieträger ist um 7,1 Prozent auf 329,34 Mrd. kWh gewachsen (Jan-Sep 25: 307,56 Mrd. kWh). Wichtigste Energiequellen sind die Windenergie mit 98,29 Mrd. kWh (Jan-Sep 25: 87,71 Mrd. kWh) und die Solarenergie mit 75,89 Mrd. kWh (Jan-Sep 25: 66,35 Mrd. kWh).
Bei der konventionellen Einspeisung ergibt sich von Januar bis September ein Plus von 3,1 Prozent auf 119,46 Mrd. kWh (Jan-Sep 25: 115,85 Mrd. kWh). Strom aus Steinkohle legt dabei um 12,5 Prozent auf 22,74 Mrd. kWh zu, die Gaseinspeisung um 2,5 Prozent auf 41,25 Mrd. kWh. Die Braunkohle ist mit 48,52 Mrd. kWh um 1,9 Prozent zurückgegangen. Hinzu kommen Müll mit 4,91 Mrd. kWh (plus 26,9 Prozent) und Öl mit 2,04 Mrd. kWh (minus 0,5 Prozent).
Über die Daten der europäischen Netzbetreiber (ENTSO-E)
Die IWR-Auswertung basiert auf der Analyse der von den nationalen Übertragungsnetzbetreibern zur Verfügung gestellten Länderdaten, die an den europäischen Netzbetreiberverband ENTSO-E gemeldet werden (Stand: 30.09.2026, vorläufig). Erfasst wird jeweils die Netto-Stromeinspeisung in die Stromnetze; nicht eingespeiste Strommengen (Eigenverbrauch, Eigennutzung) sind in der Statistik nicht abgebildet. Die Wasserkraft wird ohne Pumpspeicherwerke ausgewiesen. Die Daten zur Brutto-Stromerzeugung in offiziellen Jahresstatistiken (z. B. Eurostat) können daher von diesen zeitnahen Messungen und Hochrechnungen abweichen.
© IWR, 2026
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