Atomkraftwerk Brokdorf: Störung im Not-Nebenkühlwassersystem
Kiel - Im Kernkraftwerk Brokdorf ist Anfang der Woche eine Fehlfunktion im Not-Nebenkühlwassersystem festgestellt worden. Im Rahmen routinemäßig geplanter Arbeiten hatte die Preussen-Elektra-Betreibergesellschaft in einem von zwei Strängen des Systems einen Schieber manuell geschlossen.
Bei erneuter Betätigung zum Öffnen des Schiebers wurde festgestellt, dass der Schieber nicht öffnete, obwohl das Antriebsgestänge betätigt wurde. Die Reaktorsicherheitsbehörde hat zur Ursachenklärung und zur Festlegung von Instandsetzungsmaßnahmen Sachverständige hinzugezogen, teilte das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein mit.
Das Not-Nebenkühlwassersystem ist ein Teil der sicherheitstechnisch wichtigen Nachkühlketten und dient der Nachzerfallswärmeabfuhr bei sehr unwahrscheinlichen Störfällen mit Einwirkungen von außen (EVA-Störfälle), wie z.B. Flugzeugabsturz. Das Not-Nebenkühlwassersystem ist redundant (2 x 100%) ausgeführt. Ein Strang ist demnach ausreichend zur Beherrschung von EVA-Störfällen. Der sich mehrere Meter unter Wasser befindliche und im Normalbetrieb geöffnete Schieber wird im Bedarfsfall (z.B. bei Wartungsarbeiten) geschlossen, um den Eintritt des Elbwassers in die Kraftwerksrohrleitung zu unterbinden.
Das Kernkraftwerk Brokdorf ist eines von drei Kernkraftwerken in Schleswig-Holstein. Das AKW Krümmel speist im Zuge der Atomgesetzänderung im Jahre 2011 keinen Strom mehr ins Netz, das Kernkraftwerk Brunsbüttel befindet sich bereits in der Stilllegung und im Abbau. Das AKW Brokdorf wird laut Atomgesetz spätestens Ende 2021 keinen Strom mehr produzieren.
© IWR, 2026
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