Dekarbonisierung der Industrie: Habeck und Neubaur übergeben Zusage über 2 Mrd. Euro an Thyssenkrupp
Das Vorhaben von Thyssenkrupp Steel Europe ist das bis dato größtes Dekarbonisierungsprojekt in Deutschland und von großer Bedeutung für die Transformation der deutschen Stahlindustrie zur Klimaneutralität. Durch die Teil-Umrüstung des größten europäischen Stahlhüttenwerks und die Umstellung der Fertigung auf Wasserstoff sollen jährlich bis zu 3,5 Mio. Tonnen CO2 eingespart werden. Das Unternehmen plant dazu Investitionen von knapp 3 Mrd. Euro.
„Das Unternehmen, das Land NRW und die Bundesregierung haben in den vergangenen Wochen gemeinsam etwas bewegt und angestoßen. Das Unternehmen zeigt mit seinem sehr ambitionierten Projekt, dass es durch konsequenten Einsatz von Wasserstoff möglich ist, den Stahlsektor als größten industriellen CO2-Emittenten in Deutschland zu dekarbonisieren. Die Stahlindustrie in Deutschland hat mit dieser zentralen Weichenstellung eine Zukunft. Das sichert auch langfristig zahlreiche Arbeitsplätze“, begrüßt Habeck das Thyssenkrupp-Vorhaben. „Mit der gemeinsamen Förderung des Projektes "tkH2Steel" durch Bund und Land wird die Stahlproduktion hier am Standort Duisburg schon sehr bald sehr viel klimafreundlicher werden. Dies ist ein Meilenstein für Nordrhein-Westfalen auf dem Weg zur ersten klimaneutralen Industrieregion Europas. Ich bin Robert Habeck und seinem Team im Bundeswirtschaftsministerium sehr dankbar für den unermüdlichen Einsatz in dieser Sache“, ergänzt Neubaur bei ihrem Besuch in Duisburg.
Geplant ist am Standort Duisburg der Bau einer großen mit Wasserstoff betriebenen Direktreduktionsanlage mit zwei nachgeschalteten Einschmelzern. Mit 140.000 Tonnen grünem Wasserstoff sollen zukünftig jährlich bis zu 2,3 Mio. Tonnen Roheisen klimaneutral hergestellt werden. Die neuen Anlagen sollen ab Ende 2026 in Betrieb gehen und planmäßig ab 2027 stufenweise auf grünen Wasserstoff umgestellt werden.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) unterstützt die Großinvestition als eines von vier Stahlprojekten, die im Rahmen des ersten europäischen Großprojekts für Wasserstoff (Important Projects of Common European Interest, IPCEI) ausgewählt wurden. 30 Prozent der Fördersumme des Thyssenkrupp Steel Europe Vorhabens trägt das Bundesland NRW.
© IWR, 2026
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