Floating-PV: NRW bringt Bundesratsinitiative für mehr Solarstrom vom Wasser ein
Düsseldorf - Nordrhein-Westfalen will den Ausbau schwimmender Photovoltaikanlagen auf künstlichen Gewässern wie Baggerseen deutlich erleichtern. Dazu hat das Land eine Bundesratsinitiative gestartet, um die bislang restriktiven Vorgaben des Wasserhaushaltsgesetzes zu lockern. Ziel ist es, größere Floating-PV-Anlagen wirtschaftlich und ökologisch verträglich zu ermöglichen.
„Dadurch wird schwimmende Photovoltaik attraktiver, weil größere Anlagen wirtschaftlicher sind“, erklärt NRW-Umweltminister Oliver Krischer. Besonders Regionen mit hohem Kiesabbau wie der Niederrhein böten großes Potenzial für flächenschonende Solarstromproduktion – direkt am Ort des Verbrauchs.
Wirtschaftsministerin Mona Neubaur betont den industriepolitischen Ansatz: „Gerade für ein Industrieland wie Nordrhein-Westfalen ist es entscheidend, den Ausbau der erneuerbaren Energien mit wirtschaftlicher Vernunft und ökologischer Verantwortung zu verbinden.“
Der Antrag wird nun in den zuständigen Bundesratsausschüssen beraten und könnte noch vor der Sommerpause abgestimmt werden.
Aktuell sind in NRW sechs Floating-PV-Anlagen in Betrieb. Die größte befindet sich auf dem Baggersee in Bislich mit einer Leistung von 5,6 MW und einem Jahresertrag von rund 5 Mio. kWh. Weitere Anlagen sind unter anderem in Haltern, Coesfeld und bei Weeze installiert. Die Universität Düsseldorf plant ein Pilotprojekt auf dem Uni-See, das rechnerisch 171 Haushalte versorgen soll.
© IWR, 2026
Energiejob: Stadtwerke Ansbach GmbH sucht Referent Netzcontrolling (m/w/d) Nel ASA-Aktie klettert: Nel ASA erhält Millionenauftrag für containerisierte PEM-Elektrolyseure in Europa
Netzanschluss dezentraler Anlagen: FGW erweitert ZEREZ - API-Schnittstelle und neue Datenzugriffssteuerung im verpflichtenden Registerbetrieb
Brüssel erlaubt deutsche Stromsubventionen: EU genehmigt staatliche Milliardenhilfe für Industriestrom in Deutschland
E-Ladestruktur in Deutschland intransparent und teuer: BNM fordert Reform der Ladeinfrastruktur für Elektroautos
Leif Rehfeldt und Falko Feßer führen gemeinsam: Führungs-Duo stärkt Wachstum bei Deutsche WindGuard Systems
Das könnte Sie auch noch interessieren
Solarenergie in Deutschland
Klimawandel: Klimaerwärmung gab es schon mal, aber kein 7 Mrd. Menschen
Jobticker - Neuzugänge Energiejobs
27.05.2025



