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Gestiegene Strompreise: Uniper hebt Prognose für 2020 an

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Düsseldorf - Der Energieversorger Uniper glänzt auch im zweiten Quartal 2020 mit einer Ergebnissteigerung – allerdings läasst wie erwartet die Dynamik nach. Uniper hat im ersten Halbjahr 2020 ein bereinigtes EBIT in Höhe von 691 Mio. Euro ( 1.HJ 2019: 308 Mio. Euro) erzielt.

Im ersten Halbjahr profitiert Uniper insbesondere von den in Q1 erzielten Optimierungen im Gasgeschäft und höheren Strompreis-Erlösen. Im Segment Europäische Erzeugung resultierten positive Ergebnisbeiträge aus Unipers Wasser- und Kernkraftwerken. In Summe leicht gesunkene Produktionsvolumen konnten durch gestiegene Strompreise mehr als ausgeglichen werden, so Uniper.

Im Unterschied zum ersten Halbjahr 2019 steuerten wieder Erträge aus dem britischem Kapazitätsmarkt zum Ergebnis bei. Ein weiterer positiver Effekt resultiert aus preis- und mengenbedingt geringeren Aufwendungen für Rückstellungen für CO2-Zertifikate im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Das Segment Russische Stromerzeugung blieb hinter dem starken Vorjahresergebnis zurück. Gründe sind niedrige Strompreise in Russland als Folge einer geringeren Nachfrage von Öl- und Gasunternehmen sowie eine gesunkene Auslandsnachfrage. Die Wiederinbetriebnahme des Kraftwerkblocks Berezovskaya 3 schreitet voran, wird allerdings auch durch COVID-19 -Einschränkungen jetzt erst im ersten Halbjahr 2021 erwartet.

Der bereinigte Konzernüberschuss liegt mit 527 Mio. Euro (1. HJ 2019: 189 Mio. Euro) deutlich über dem Vorjahr. Die wirtschaftliche Nettoverschuldung stieg seit Jahresende 2019 um 646 Mio. Euro auf knapp 3,3 Mrd. Euro an. Der Anstieg ist insbesondere auf die gezahlte Dividende und auf die gestiegenen Pensionsrückstellungen zurück zu führen.

Der Ausblick für das Gesamtjahr 2020 wird konkretisiert und leicht angehoben. Uniper erwartet nun ein bereinigtes EBIT zwischen 800 Mio. Euro und einer Milliarde Euro sowie einen bereinigten Konzernüberschuss zwischen 600 Mio. und 800 Mio. Euro. Als Dividende für das Geschäftsjahr 2020 strebt Uniper eine Ausschüttung in Höhe von 500 Mio. Euro an.

© IWR, 2021

11.08.2020