Gigawatt-Factory nimmt Fahrt auf: LEAG startet Bau von 133-Megawatt-Solarpark bei Jänschwalde
Nach vorbereitenden Maßnahmen wie Wegebau, Zaunbau und der Verlegung von Kabeltrassen beginnt nun der Bau der eigentlichen Photovoltaikanlage. Das technische Design kombiniert Süd- mit Ost-West-Ausrichtungen der Modulreihen, um eine möglichst gleichmäßige Stromproduktion über den Tagesverlauf hinweg zu erreichen. Der Netzanschluss erfolgt über das neue Umspannwerk Heinersbrück. Dieses bindet neben dem Energiepark Bohrau auch den benachbarten Windpark Forst-Briesnig II mit einer geplanten Leistung von 105 MW an und speist auf der 110-kV-Ebene in das regionale Verteilnetz ein.
„In Verbindung mit Windenergieanlagen und geplanten Batteriespeichern entsteht zwischen Jänschwalde und Forst ein Energiestandort, der beispielhaft zeigt, wie erneuerbare Großprojekte in einem abgestimmten Zusammenspiel vorhandene Netzkapazitäten optimal ausnutzen und damit die Energiewende zu niedrigen Kosten vorantreiben“, sagt Dominique Guillou, CEO der LEAG Renewables GmbH.
Neben der technischen Umsetzung berücksichtigt das Projekt auch ökologische Aspekte. Blühstreifen, Gehölzstrukturen und Wildtierkorridore sollen die Biodiversität fördern. Frühere landwirtschaftliche Nutzer der Fläche werden weiterhin in Pflege und Bewirtschaftung eingebunden. Die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts ist für das zweite Halbjahr 2026 vorgesehen.
Mit der Gigawatt-Factory verfolgt die LEAG das Ziel, in der Lausitz eine neue Energieinfrastruktur im Gigawattmaßstab aufzubauen. Photovoltaik, Windkraft, Stromspeicher und flexible H2-ready Gaskraftwerke bilden die Kernkomponenten eines integrierten Systems, das Versorgungssicherheit und Klimaneutralität verbinden soll. Allein am Standort Jänschwalde liegt das Ausbaupotenzial bei über zwei Gigawatt erneuerbarer Erzeugungsleistung.
© IWR, 2025
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