Grüner Wasserstoff für Europas Raffinerien: Plug Power installiert 100-MW-Elektrolyseure bei Galp in Sines
Nach Angaben von Plug Power wurden seit der Projektankündigung im Oktober 2025 alle zehn Elektrolyseur-Arrays mit jeweils zehn Megawatt Leistung an den Standort geliefert und montiert. Die Inbetriebnahme der Anlagen soll in den kommenden Monaten starten. Im Regelbetrieb sollen sie jährlich bis zu 15.000 Tonnen erneuerbaren Wasserstoff erzeugen. Damit ließen sich rund 20 Prozent des bisherigen Einsatzes von grauem Wasserstoff in der Raffinerie ersetzen. Die CO2-Emissionen sollen um etwa 110.000 Tonnen pro Jahr sinken, bezogen auf Scope 1 und 2.
Jose Luis Crespo, President und Chief Revenue Officer von Plug Power, bezeichnete das Projekt als Beleg dafür, „dass großskaliger grüner Wasserstoff nicht nur möglich ist - er findet bereits heute statt“. Die Raffinerie Sines sei ein „prägender Moment für Europas Energiewende“.
Auch Galp sieht in dem Vorhaben eine strategische Bedeutung. Vorstandsmitglied Ronald Doesburg erklärte, das Projekt bringe das Unternehmen „der industriellen Produktion von grünem Wasserstoff einen entscheidenden Schritt näher“ und sei relevant für die Entwicklung kohlenstoffarmer Kraftstoffe in Bereichen, die sich nicht direkt elektrifizieren lassen.
Das Projekt ist Teil der europäischen Wachstumsstrategie von Plug Power. Das Unternehmen plant weitere großskalige Elektrolyseur-Installationen in mehreren Ländern. Die in Sines eingesetzte Technologie basiert auf einer transatlantischen Lieferkette mit Komponenten aus den USA und Europa.
Die im regenerativen Aktienindex RENIXX World gelistete Plug Power-Aktie hat in der letzten Woche um 3 Prozent auf einen Kurs von 2,09 Euro zugelegt (Schlusskurs vom 23.01.2026, Börse Stuttgart). Am heutigen Vormittag gibt die Aktie leicht nach.
© IWR, 2026
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