Intilion startet 100-MWh-Batteriespeicher in Mainz und Wiesbaden: Großprojekte unterstützen Netzstabilität und Integration erneuerbarer Energien
Paderborn/Mainz/Wiesbaden - Die Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG (KMW) und die ESWE Bio Energie GmbH starten gemeinsam mit der Intilion GmbH zwei groß angelegte Batteriespeicherprojekte in der Rhein-Main-Region.
Die Anlagen auf der Ingelheimer Aue in Mainz und in Wiesbaden verfügen zusammen über eine Speicherkapazität von 101,5 Megawattstunden (MWh) und eine Leistung von 34 MW und sollen die Integration erneuerbarer Energien fördern sowie das Stromsystem stabilisieren.
Intilion, auf innovative, modulare und skalierbare Energiespeicherlösungen spezialisiert, realisiert die Speicher als modulare Systeme der Baureihe Intilion | scalecube. Insgesamt werden 18 Batteriecontainer mit jeweils 5,6 MWh installiert. Das Mainzer Projekt hat eine Speicherkapazität von 67,7 MWh bei einer Leistung von 22,7 MW, der Wiesbadener Speicher 33,8 MWh bei 11,3 MW.
„Batteriespeicher sind ein zentraler Baustein für ein zunehmend flexibles Energiesystem. Bei Projekten dieser Größenordnung kommt es neben der Speichertechnologie vor allem auf eine ganzheitliche Systemintegration und eine zuverlässige Umsetzung an. Von der technischen Planung über die Logistik bis zur Inbetriebnahme entsteht eine Anlage, deren langfristiger Betrieb durch ein vollumfassendes Service- und Monitoringkonzept mit hoher Verfügbarkeit sichergestellt wird“, sagt Carl Zoellner, Geschäftsführer bei Intilion.
Intilion übernimmt die Gesamtverantwortung für Planung, Installation, Systemintegration sowie Probebetrieb und Tests. Für beide Standorte wurde ein 15-jähriges Premium-Servicepaket mit 97-prozentiger Verfügbarkeitsgarantie vereinbart. Die Inbetriebnahme ist für Februar 2027 in Wiesbaden und März 2027 in Mainz geplant.
„Mit dieser Investition in Batteriespeichertechnologie gehen wir einen wichtigen Schritt in Richtung einer flexiblen und nachhaltigen Energiezukunft“, betont Oliver Malerius, Vorstand der KMW. Die Speicher werden sowohl für den Energiehandel genutzt als auch zur Bereitstellung von Primär- und Sekundärregelleistung zur kurzfristigen Stabilisierung des Netzes. „Der Ausbau der erneuerbaren Energien fordert eine erhöhte Flexibilität im Energiesystem, die wir durch die Teilnahme an Großhandels- und Regelleistungsmärkten schaffen“, ergänzt Jan Schlauer, Geschäftsführer der ESWE BioEnergie GmbH.
© IWR, 2026
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26.03.2026



