Iran-Konflikt treibt Solar-Nachfrage: Eon meldet Verdopplung bei Photovoltaik und steigendes Interesse an Wärmepumpen und Wallboxen
Der Energieanbieter hat seine Solarteams aufgestockt, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. „Die Haushalte in Deutschland wollen sich stärker absichern – preislich und physisch“, so Thon. Eigenständige Stromproduktion über Photovoltaik-Anlagen erhöht die Unabhängigkeit von Energiepreisen, während volatile globale Märkte kurzfristige Ausschläge erzeugen.
Auch für Wallboxen und Wärmepumpen verzeichnet Eon eine wachsende Nachfrage. „Je länger die Situation im Nahen Osten angespannt bleibt, umso stärker dürfte auch das Interesse an einer nachhaltigen und unabhängigeren Wärmeversorgung werden“, prognostiziert Thon. Er betont, dass Elektrifizierung und Erneuerbare Energien entscheidend seien, um Importabhängigkeit zu reduzieren: „Krisen erzeugen keine neuen Trends, sie beschleunigen bestehende.“
Eon empfiehlt Interessenten von Solaranlagen, Angebote frühzeitig einzuholen, die Anlagengröße an den eigenen Verbrauch anzupassen und Batteriespeicher zu integrieren, um Eigenverbrauch und Autarkie zu steigern. Dabei sollte man auch an eventuell künftig steigenden Verbrauch durch E-Auto oder Klimaanlagen denken. Weil die Einspeisevergütung aktuell bei rund acht Cent pro Kilowattstunde liegt, eine aus dem Netz bezogene Kilowattstunde aber deutlich mehr kostet, gilt laut Eon, dass jede selbst verbrauchte Kilowattstunde die eigenen Stromkosten unter dem Strich stärker senkt als eine eingespeiste.
Bei der Tarifwahl sollten Verbraucher auf Details achten: Dynamische Tarife sparen nur bei niedrigen Börsenpreisen, während Standard-Festpreistarife mit Flexibilitäts-Bonus Planungssicherheit bieten. Dabei wird der Stromverbrauch von Batterie, Elektroauto und Wärmepumpe durch ein smartes Energiemanagementsystem optimiert, indem zu nachfragearmen Zeiten Strom aus dem Netz geladen wird. So wird das Netz entlastet, und der Kunde erhält einen Bonus auf seine Stromrechnung. Der Kauf einer Solaranlage ist langfristig meist wirtschaftlicher als Pacht, staatliche und regionale Förderprogramme können zusätzlich genutzt werden.
© IWR, 2026
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18.03.2026



