Irlands größtes Biomethanprojekt startet 2026: Weltec Biopower verwandelt Bier- und Whiskeyreste in grünes Gas
Der Standort bietet durch die verkehrsgünstige Lage an der Schnellstraße M7 logistische Vorteile und zudem einen direkten Anschluss an das nationale Gasnetz, wie Patrick Meade, Geschäftsführer von Evergreen, erklärt.
Das 50-Millionen-Euro-Projekt umfasst vier Fermenter und einen Nachgärer aus Edelstahl mit jeweils 4.900 Kubikmetern Volumen. Vergoren werden Produktionsrückstände und Nebenprodukte aus der Bier- und Whiskeyindustrie. Die Substrate konkurrieren nicht mit der Futtermittelproduktion, da sie als Tierfutter ungeeignet sind, betont Weltec. Drei weitere Behälter dienen der Lagerung flüssiger Substrate. Tobias Gerweler, Geschäftsführer von Weltec Biopower, ergänzt: „Die Anlage mit einer jährlichen Verarbeitungskapazität von 165.000 Tonnen wird trotz ihrer Größe in nur sechs Monaten reiner Bauzeit errichtet.“
Die Anlage produziert laut Weltec stündlich etwa 1.300 Normkubikmeter Biomethan, was laut Weltec Energieäquivalent von rund 110 GWh pro Jahr entspricht. Der jährliche Output von 65.000 Tonnen Gärresten wird in einer überdachten Betonlagune gelagert und getrennt nach flüssigen und festen Fraktionen an die Landwirte abgegeben.
Evergreen Geschäftsführer Patrick Meade verweist auf die Bedeutung für Irlands Ausbaupläne: „Dass der deutsche Hersteller Weltec Biopower den Zuschlag zum Bau der bisher größten Anlage in Irland bekam, lag neben den genannten technischen Vorteilen nicht zuletzt vor allem an den kurzen Lieferzeiten“.
Die irische Regierung strebt an, bis 2030 5,7 Terawattstunden Biomethan jährlich inländisch zu produzieren. Dafür müssten einerseits bestehende Biogasanlagen zur Biomethan-Aufbereitung erweitert und andererseits technisch ausgereifte Anlagen wie die von Evergreen in Kildare geplant und errichtet werden.
© IWR, 2026
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