Pilotprojekt: EnBW testet Brennstoffzellensystem von Bloom Energy
Es handelt sich um das erste Brennstoffzellensystem von Bloom Energy, das in Deutschland in Betrieb genommen wird. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für Mitte 2024 geplant. Betreiber wird die Geothermie-Gesellschaft Bruchsal sein.
Das modular aufgebaute SOFC-Hochtemperatur-Brennstoffzellensystem hat eine elektrische Gesamtleistung von 300 Kilowatt und wird aus sechs Einheiten mit einer Leistung von jeweils 50 Kilowatt bestehen.
Die Anlage von Bloom Energy hat einen elektrischen Wirkungsgrad von bis zu 61 Prozent. Zusätzlich besteht die Möglichkeit der Wärmeauskopplung, sodass bei einem Kraft-Wärme-Kopplungsbetrieb ein Gesamtwirkungsgrad von etwa 85 Prozent erreicht wird. Der erzeugte Strom soll vor Ort zur Eigenversorgung der Geothermieanlage genutzt oder vermarktet werden.
Die Brennstoffzellenanlage von Bloom Energy ermöglicht derzeit eine Beimischung von bis zu 20 Prozent Wasserstoff zum Erdgas als derzeitiger Energiequelle. Perspektivisch ist laut EnBW eine Umrüstung auf den Betrieb mit 100 Prozent Wasserstoff möglich.
EnBW arbeitet seit langem daran, Brennstoffzellensysteme für verschiedene Einsatzbereiche nutzbar zu machen. Zunächst lag der Fokus auf kleinen Brennstoffzellen-Heizsystemen. Nun will EnBW die Wasserstoff-Technik auch in größeren Leistungsbereichen insbesondere für industrielle und kommunale Anwendungen einsetzen. Im Forschungsprojekt in Bruchsal steht der Langzeittest der Parameter Robustheit, Langlebigkeit, Effizienz und Wirtschaftlichkeit der Anlage von Bloom Energy im Fokus. Darüber hinaus geht es EnBW darum, detaillierte Erfahrungen über die Planung, den Bau und den Betrieb zu sammeln.
Die Konzeption und den Bau der Anlage wird die 2G Energy AG aus Heek in NRW übernehmen. Der Hersteller von Blockheizkraftwerken (BHKW) besitzt langjährige Erfahrung im Bereich dezentrale Energielösungen.
Die im regenerativen Aktienindex RENIXX World gelistete Aktie von Bloom Energy hat in einem schwachen Börsenumfeld in dieser Woche bis Mittwochabend 5,3 Prozent auf einen Kurs von 14,94 Euro nachgegeben (02.08.2023, Schlusskurs, Börse Stuttgart). Gegenüber dem Jahreswechsel ist das ein Minus von 12,9 Prozent.
© IWR, 2026
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