Start mit jährlich 20.000 Tonnen: AMG nimmt Lithium-Produktion in Bitterfeld-Wolfen auf - Investitionen von 1 Mrd. Euro
Bereits ab 2024 wird das Tochterunternehmen AMG Lithium GmbH in Bitterfeld-Wolfen jährlich 20.000 Tonnen Lithiumhydroxid produzieren - genug für die Batterien von rund 500.000 Elektrofahrzeugen. Das erste Modul von AMG ist ausverkauft, bis 2030 will AMG die Jahresproduktion auf 100.000 Tonnen Lithiumhydroxid ausbauen.
Schimmelbusch: "Mit unserer Lithiumhydroxid-Produktion in Deutschland leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Elektromobilität in Europa. Und mit dem Aufbau einer eigenen, vollständigen Lithium-Wertschöpfungskette unterstützen wir die Unabhängigkeit der europäischen Batterie-Materialien, da die Elektrofahrzeugindustrie weiter expandiert."
Die Batterieproduktion werde derzeit stark von asiatischen Ländern dominiert. Man sei aber bereit, wenn der europäische Markt bis 2035 auf volle Elektromobilität umgestellt wird, so Schimmelbusch.
AMG will vom Bergbau bis zur nächsten Generation von Lithiumprodukten bis 2026 die gesamte Lithium-Wertschöpfungskette abdecken. Im Bergbaubereich hat die AMG N.V. am 22. März 2023 ihre 25-prozentige Beteiligung an der Zinnwald Lithium Plc bekannt gegeben. Die Lithium-Entwicklungsgesellschaft, die über eine genehmigte Bergbaulizenz verfügt, plant, in Zukunft in der Nähe von Dresden jährlich rund 12.000 Tonnen Lithiumhydroxid zu fördern.
Des Weiteren erweitert die AMG die Raffinerie am Standort Bitterfeld bis 2030 auf insgesamt fünf Module, die jährlich in Summe dann 100.000 Tonnen Lithiumhydroxid produzieren werden. Das derzeit geplante Gesamtinvestitionsvolumen von der Gewinnung über die Aufbereitung bis zur Veredelung des Lithiums beträgt laut AMG 1 Mrd. Euro.
Ein Vertrag über die Lieferung von mindestens 5.000 Tonnen Lithiumhydroxid pro Jahr an das südkoreanische Unternehmen EcoPro, das es im ungarischen Debrecen zu Kathodenmaterial verarbeiten wird, wurde bereits unterzeichnet.
© IWR, 2026
Energiejob: BBH Consulting AG sucht (Senior) Consultant (m/w/d) Windkraft Nordex-Aktie gibt nach: Nordex erhält weiteren Auftrag aus Deutschland für Windpark im Sauerlan
Solar Fabrik erweitert Portfolio: Solar Fabrik präsentiert farbiges Photovoltaikmodul für denkmalgeschützte Gebäude
Energiekrise im Blick: Nahostkonflikt rückt erneuerbare Energien stärker in den Fokus der Bevölkerung - wachsende Investitionsbereitschaft
Bloom Energy verstärkt Führungsteam: Bloom Energy ernennt Simon Edwards zum CFO - Fokus auf Energie für digitale und KI-Infrastrukturen
Nordex erhält nächsten Auftrag: Nordex liefert Turbinen für Windpark in Sachsen-Anhalt - Aktie im Minus
Das könnte Sie auch noch interessieren
Solarenergie in Deutschland
Aktuelle Jobs im Bereich kaufm. Berufsausbildung
Energiejobs-Newsletter mit aktuellen Stellenangeboten
30.03.2023



