Gesetz zum Geothermieausbau zur Beratung im Bundestag: Geothermiebranche erwartet Schub für Wärmewende
Der Bundesverband Geothermie (BVG) wertet dies als wichtigen Schritt, um das Potenzial der Geothermie in Deutschland schneller und umfassender zu erschließen.
Das GeoBG soll Genehmigungsverfahren für Geothermieanlagen, Wärmepumpen und Wärmespeicher beschleunigen und enthält dafür Anpassungen im Bundesberggesetz, Wasserhaushaltsgesetz und Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz sowie ein geothermiespezifisches Stammgesetz.
„Die Entbürokratisierung und damit einhergehende Beschleunigung von Genehmigungsvoraussetzungen ist ein wichtiges Signal für die Erdwärmebranche. Dass das Gesetz hier ansetzt, werten wir als starkes Signal in Richtung Wärmewende. Geothermie bietet Versorgungssicherheit - und sollte im Gegenzug die nötige Planungs- und Investitionssicherheit bekommen, um ihr volles Potenzial zu entfalten“, sagt Gregor Dilger, Geschäftsführer des BVG.
Mit 169 bergrechtlichen Aufsuchungserlaubnissen für tiefengeothermische Projekte liegt die Anzahl der geplanten Anlagen mehr als viermal so hoch wie die aktuell in Betrieb befindlichen. Die Investitionen summieren sich laut BVG auf mehrere Milliarden Euro. Dilger betont: „An der großen Anzahl an Anlagen, die derzeit in Planung sind, sieht man deutlich, dass die Geothermie auf großes Interesse stößt.“
Die Branche sieht im Gesetz einen Hebel für eine klimaneutrale Wärmeversorgung. Rund die Hälfte des deutschen Energiebedarfs entfällt auf den Wärmesektor, der aktuell noch stark von Brennstoffimporten abhängig ist. „Erdwärme hingegen ist immer und überall verfügbar. Ihre Bereitstellung kann direkt auf dem Grundstück der Nutzung oder in der Stadt erfolgen. Die Wertschöpfung bleibt im Lande“, so Dilger weiter.
Der BVG fordert daher verlässliche Rahmenbedingungen und eine konsequente Unterstützung, damit die Geothermie ihr volles Potenzial entfalten und langfristig Versorgungssicherheit sowie regionale Wirtschaftseffekte sichern kann.
© IWR, 2026
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04.11.2025



