Neuer Windpark mit Vestas Turbinen in Sachsen-Anhalt: MVV und Juwi setzen Zeichen für nachhaltige Energieversorgung
Mannheim/Salzlandkreis - Das Mannheimer Energieunternehmen MVV Energie AG hat gemeinsam mit seiner Tochter Juwi GmbH, den Stadtwerken Staßfurt und der Energie Mittelsachsen GmbH den Windpark Förderstedt in Sachsen-Anhalt offiziell in Betrieb genommen.
Nach nur etwas mehr als einem Jahr Bauzeit ist der von Juwi entwickelte Windpark im September 2025 ans Netz gegangen. Die fünf Windenergieanlagen vom Typ Vestas V162 mit einer Gesamtleistung von 30 Megawatt erzeugen künftig ausreichend Strom, um rechnerisch jährlich rund 26.500 Haushalte zu versorgen. Die MVV betreibt vier der Anlagen, die fünfte Anlage wird gemeinsam von den Stadtwerken Staßfurt und der Energie Mittelsachsen betrieben.
„Mit der Inbetriebnahme des Windparks setzen wir ein starkes Zeichen für die Energiewende. Die Stromwende ist – gemeinsam mit der Wärmewende und grünen Kundenlösungen – ein zentraler Bestandteil unseres Mannheimer Modells, mit dem wir #klimapositiv werden“, sagte Dr. Hansjörg Roll, Technikvorstand der MVV Energie AG.
Von der Inbetriebnahme des Windparks Förderstedt profitieren auch die Anliegerkommunen: Über die freiwillige Kommunalabgabe fließen jährlich rund 150.000 Euro in die Kassen der Anliegergemeinden, davon rund 75 Prozent nach Staßfurt. Eugen Keller, Geschäftsführer der Stadtwerke Staßfurt, betonte: „Als kommunaler Energieversorger im Konsortium war es uns seit Beginn des Projekts wichtig, den regionalen Fokus und Mehrwert des Vorhabens zu adressieren. Nur mit starker Teilhabe können solche innovativen Projekte eine Vor-Ort-Akzeptanz finden und erfolgreich sein“.
Auch Jens Brenner, Geschäftsführer der Energie Mittelsachsen GmbH, unterstrich die regionale Bedeutung: „Es macht uns stolz, Teil dieses zukunftsweisenden Projektes zu sein, weil es bespielgebend dafür ist, wie die Energiewende im Verbund mit starken ortsansässigen Partnern im wahrsten Wortsinne Rückenwind erhält. Für uns ist die leistungsfähige Anlage (in Kooperation mit den Stadtwerken Staßfurt) die erste, die mit Windkraft Strom erzeugt.“
Bürgerinnen und Bürger können zusätzlich über den Windsparkassenbrief „Energieregion Staßfurt“ investieren, der seit 1. Oktober verfügbar ist.
Der geplante Bau eines Ein-Megawatt-Elektrolyseurs zur Wasserstoffproduktion wurde vorerst zurückgestellt. Laut den Projektpartnern sind Markt- und Förderbedingungen aktuell nicht gegeben. Eine Fortsetzung des Projekts halten die Partner für möglich, sobald geeignete Förderprogramme verfügbar sind und der Markthochlauf in der Region voranschreitet.
© IWR, 2026
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