Vattenfall setzt auf Wind und Solar: Vattenfall startet seinen ersten Hybridpark in Deutschland
Berlin - Der Energiekonzern Vattenfall hat mit dem Bau des Hybrid-Kraftwerks „Hommerdingen-Biesdorf“ begonnen und setzt damit erstmals in Deutschland auf die Kombination von Wind- und Solarenergie an einem Standort.
Der neue Park entsteht auf den Gemarkungen der Gemeinden Hommerdingen (Wind) und Biesdorf (Solar) in der Verbandsgemeinde Südeifel nahe der Luxemburgischen Grenze und soll nach aktuellem Planungsstand im Herbst 2026 ans Netz gehen.
Die Anlage umfasst vier Windenergieanlagen des Herstellers Enercon mit einer Gesamtleistung von 17 Megawatt (MW) sowie rund 12.000 Solarmodule mit einer Leistung von 7,6 MWp. Ein zentrales Merkmal des Projekts ist die gemeinsame Anbindung von Wind- und Solarpark an das Verteilnetz des regionalen Betreibers Westnetz.
„Wir freuen uns, dass wir die Kombination aus Wind und Sonne gemeinsam mit unserem Netzpartner Westnetz umsetzen können. Denn die sich gut ergänzenden Erzeugungsprofile von Wind und Solar entlasten das Verteilnetz gegenüber der jeweils einzelnen Erzeugungstechnologie. Das führt insgesamt zu einer effizienteren Nutzung der Netzinfrastruktur und reduziert das Risiko der Netzüberlastung“, erklärt Philipp Heucke, Leiter Onshore Wind Development bei Vattenfall Deutschland.
Vattenfall sieht in Hybridparks ein zukunftsweisendes Konzept: „Zudem verringern sich die Kosten für den Netzanschluss im Vergleich zu Stand-alone-Anlagen deutlich. Das senkt die Kosten für erneuerbaren Strom und davon profitieren am Ende auch die Kunden“, so Heucke weiter.
In den Niederlanden betreibt das Unternehmen bereits das „Voll-Hybridkraftwerk Haringvliet“, bei dem Wind, Solar und Batteriespeicher kombiniert werden. In Deutschland sollen künftig vor allem Solarparks mit Speicherlösungen ergänzt werden, abhängig von den örtlichen Rahmenbedingungen.
Die Kombination von Wind und Sonne sorgt nicht nur für gleichmäßigere Stromerträge über Tag und Jahr, sondern stärkt auch die Versorgungssicherheit und stabilisiert das Stromnetz - ein Schritt hin zu einer kosteneffizienten, fossilfreien Energieversorgung.
© IWR, 2026
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