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Ausgewählte Energieeffizienz-Maßnahmen auf Bundesebene im Bereich Treibstoff

 

Titel der Maßnahme Jahr/Datum
Verlängerung der steuerlichen Begünstigung von Erd- und Flüssiggas 03.12.2014
Förderung des Rad- und Fußverkehrs durch die Zuweisung von Bundesmitteln für den Bau von Radwegen 03.12.2014
Förderprogramm zur Markteinführung von energieeffizienten Nutzfahrzeugen 03.12.2014
Förderung des verstärkten Einsatzes elektrischer Antriebe bei Kraftfahrzeugen 03.12.2014
Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie (MKS) 12.06.2013
Neuregelung des "Spitzenausgleichs" im Energiesteuer- und Stromsteuergesetz 01.01.2013

Vor dem Hintergrund der Neuausrichtung des Energiesystems im Zuge der Energiewende auf mehr Umweltverträglichkeit bei gleichzeitiger Gewährleistung einer zuverlässigen und bezahlbaren Energieversorgung hat die Energieforschung eine hohe Priorität. Die Energieforschung in Deutschland deckt daher ein breites Themengebiet ab. Hauptkategorien des aktuellen Energieforschungsprogramms der Bundesregierung sind Energieeffizienz und Erneuerbare Energien sowie Nukleare Sicherheit und Kernfusion.

Einen hohen Stellenwert in der Energieforschung haben systemorientierte Ansätze, die keine isolierte Betrachtung einzelner Forschungsfragen verfolgen, sondern direkt die Wechselwirkungen mit anderen Bereichen fokussieren. Zu den zentralen systemübergreifenden Themenfeldern der nationalen Energieforschung zählen z.B. Forschungsvorhaben, die sich mit den Themen Netze, Energie-Speicherung oder energetische Optimierung von Industrieprozessen befassen. Zudem gewinnt in der Energieforschung die nationale und internationale Vernetzung der Forschungsvorhaben und Forschungseinrichtungen immer mehr an Bedeutung. 

 
Energetische Optimierung von Gebäuden und Industrieprozessen im Fokus

Energieeffizienz-Themen stehen in vielen Forschungsbereichen als Subthemen auf der Agenda. Gleichwohl gibt es im Energieforschungsprogramm der Bundesregierung einen eigenen Foschungsbaustein zur Energieeffizienz im Gebäudebereich sowie auf dem gewerblich-industriellen Sektor.l


Energieeffizienz in Gebäuden, Quartieren und Städten

Vor dem Hintergrund der Klimaschutzziele von Bund und Ländern ist es das Ziel, gerade die großen Einsparpotenziale im Gebäudesektor zu erschließen. Hier fallen in den Bereichen Heizen, Kühlen, Warmwasser sowie Beleuchtung und Elektrogeräte etwa 40 Prozent des gesamten nationalen Primärenergiebedarfs an.

Zentrale Forschungsfelder zur Erschließung der Potenziale sind die Umstellung auf hocheffiziente Heizungs- und Kühltechniken, Konzepte für multifunktionale Gebäudehüllen, die Weiterentwicklung von Solaraktiv- und Nullenergiehäusern sowie intelligent vernetzte Energieerzeugungseinheiten in Gebäuden und Quartieren mit dezentralen Mini-Kraftwerken und solaren Wärmenetzen.

Eine wichtige Funktion für die Forschung  haben Demonstrationsvorhaben, die als Leuchtturmprojekte die Basis für die breite Anwendung bilden können.

Auf Bundesebene wurde dazu ein spezielles Forschungsnetzwerk initiiert, das sich mit dem Aspekt der Energieeffizienz in Gebäuden und Quartieren beschäftigt. In dem Netzwerk werden die anwendungsorientierten Fördermaßnahmen gebündelt. So sollen neue Innovationen für die Baupraxis entwickelt und bestehende Förderstrategien gezielt und systematisch weiterentwickelt werden.

 

Energieeffizienz im Industrie- und GHD-Sektor

Die zweite zentrale Säule in der Energieeffizienz-Forschung sind als weitere Energiegroßverbraucher der Industrie-Sektor und der Bereich Gewerbe, Handel und Dienstleistungen (GHD). Besonders hohe Einsparpotenziale bestehen hier u.a. im Bereich energieeffizienter Antriebe und  Pumpen, energieeffizienter Beleuchtung sowie bei Lüftungs- und Druckluftsysteme. Einen Schwerpunkt bei der Energieeffizienz-Forschung im Industrie- und GHD-Sektor bildet die Neu- und Weiterentwicklung am Markt noch nicht etablierter Energieeffizienztechniken.

Neben der Erforschung von innovativen technischen Ansätzen für Komponenten, Produktionsprozess und Verfahren sollen Demonstrations- und Leuchtturmprojekte den Transfer in die Praxis beschleunigen. Ein besonderes Demonstrationsprojekt besteht mit der ETA-Fabrik an der TU-Darmstadt. Hier erforscht ein Team von Wissenschaftlern erstmalig in einer eigenen Forschungsfabrik den gesamten Produktionsprozess unter Berücksichtigung der energetischen Wechselwirkungen zwischen Gebäude und Produktion mit dem Ziel der energetischen Optimierung. Neben der reinen Reduzierung des Energieverbrauchs geht es dabei auch um die intelligente Vernetzung von Produktionsschritten. So befassen sich die Wissenschaftlter z.B. mit der Fragestellung, wie  bislang ungenutzte Abwärme wieder gezielt an anderer Stelle in das System eingespeist werden kann.  Die Wissenschaftler gehen davon aus, den Energieverbrauch des Gesamtsystems so um 40 Prozent senken zu können.

Der Steigerung der Energieeffizienz und die Verstärkung des Energiesparens haben neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien eine hohe Bedeutung für die Erreichung der Klimaschutzziele von Bund und Ländern. Eine systematische Quantifizierung von Energieeffizienzeffekten setzt voraus, dass die Begriffe Energieeffizienz und Energiesparen eindeutig definiert werden, da andernfalls ein Monitoring von Energieeffizienz und Energiesparen nicht möglich ist.

Bislang existiert auf EU-Ebene und in Deutschland keine einheitliche Abgrenzung der Begriffe Energieeffizienz und Energiesparen. Übergeordnetes Ziel ist die Senkung des Energieverbrauchs. Das IWR hat vor diesem Hintergrund einen Definitionsanatz für die Abgrenzung von Energieeffizienz und Energiesparen entwickelt.

In diesem Ansatz wird für die Quantifizierung von Energieeffizienz angenommen, dass der Energieeinsatz betrachtet wird, der für die Erreichung eines bestimmten Energieoutputs erforderlich ist. Dem steht das Energiesparen gegenüber, bei dem durch Verzicht oder Verhaltensänderung eine Verringerung der Leistung erzielt wird.

 

Definition Energieeffizienz Energiesparen

 

Die Definition lautet demnach wie folgt: „Energieeffizienz ist die Realisierung eines vorab definierten Leistungsoutputs mit einem geringeren Energieeinsatz. Im Fokus bei der Steigerung der Energieeffizienz stehen technische und wirtschaftliche Maßnahmen, die den Energieverbrauch reduzieren. Der Energieeffizienz steht das Energiesparen zur Seite. Kennzeichen des Energiesparens ist die Verringerung der Leistung (Output / Energieverbrauch) selbst durch Verzicht bzw. Substitution aufgrund eines energieärmeren Verhaltens. Im Zentrum des Energiesparens steht der Mensch, der allein durch Verhaltensänderungen bzw. Verzicht zu einer Reduzierung des Energieverbrauchs gelangt. Energieeffizienz und Energiesparen sind zwei wichtige Säulen, um den Energieverbrauch zu senken.

 

ZAE Bayern

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Bayerisches Zentrum für Angewandte Energieforschung e. V. (ZAE Bayern) | Magdalene-Schoch-Straße 3 | 97074 Würzburg



Karlsruher Institut für Technologie

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Karlsruher Institut für Technologie | Kaiserstraße 12 | 76131 Karlsruhe


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Eine Voraussetzung für eine erfolgreiche Entwicklung der verschiedenen Aspekte von Energieeffizienz im Zuge der Energiewende ist eine kompetente und aktive Forschungslandschaft. Dabei bilden neben der Grundlagenforschung  die anwendungsnahe Forschung an den Hochschulen und die Industrieforschung die Eckpfeiler für eine prosperierende Wirtschaft. 

Ein wichtiger Baustein für die Energieeffizienz-Forschung sind zentrale Forschungseinrichtungen mit leistungsstarken Test- und Prüfeinrichtungen, die alle Bereiche der Energieeffizienz-Forschung abdecken, von der Forschung an Einzelkomponenten bis hin zur Analyse von Gesamtsystemen.


Energieeffizienz-Forschungszentren in Deutschland

Forschungs-Kompetenzzentrum 

Einrichtung / Firma /Universität Kategorie
Bundesland

Bayerisches Zentrum für angewandte Energieforschung (ZAE)

 ZAE
  • Speicher
  • Energieeffizienz
  • Netze
  • Photovoltaik
Bayern
Fraunhofer Allianz Energie Fraunhofer Gesellschaft
  • Eergieeffizienztechnologien
  • Gebäude und Komponenten
  • Erneuerbare Energien
  • Intelligente Enerysysteme
  • Speicher
Niedersachsen
Gas- und Wärme-Institut Essen e.V. (gwi) gwi e.V.
  • Effizienz von thermoprozesstechnischen Anlagen
  • Energieeffizienz-Analyse von Komplett-Anlagen und Komponenten
NRW
Institut für Energieeffizienz in der Produktion (EEP) EEP / Uni Stuttgart
  • Eergieeffiziente Technologien und Prozesse
  • Energiemanagement und -optimierung
  • Industrial Smart Grids
  • Urbane Produktion
  • Energiepolitik, -strategie und -finanzierung
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  • Energieeffizienz
  • Batterieforschung
  • Brennstoffzellen
  • Photovoltaik
  • Kohle- und Gaskraftwerke
  • nukleare Sicherheit
  • Kernfusion
NRW
Insitut für Energiesysteme, Energieeffizienz und Energiewirtschaft TU Dortmund
  • CO2-arme und effiziente Energieinfrastrukturen 
  • effiziente Energieanwendungen
  • multifunktionale und hocheffiziente Leistungselektronik
NRW
KIT-Zentrum Energie Karlsruher Institut für Technologie (Karlsruhe)
  • Umwandlung
  • Speicherung und Verteilung
  • Energieeffizienz
  • Erneuerbare Energien, Kernenergie und Sicherheit
  • Fusionstechnologien
  • Energiesystemanalyse
Baden-Württemberg
Lehrstuhl für Energieeffizientes Bauen RWTH Aachen
  • Raumklima und Energieeffizienz
  • Modellierung und Simulation
  • Gebäudehülle und Technik
NRW
Lehrstuhl für Gebäude- und Raumklimatechnik / E.ON ERC RWTH Aachen
  • energieoptimierte Gebäude und Quartiere
NRW
Zentrum für Energieforschung Stuttgart e.V. (ZfES) ZfES / Uni Stuttgart
  • Kraftwerkstechnik
  • Smart Buildings
  • Netze
  • Biomasse
  • dezentrale Versorgung
Baden-Württemberg
Stand: 16.06.2016
Hinweis: Die Forschungszentren werden laufend ergänzt