DEKRA will Standards stärken: DEKRA bringt Prüfkompetenz in Allianz für klimaneutrales Fliegen ein
Stuttgart - Die Prüf- und Zertifizierungsorganisation DEKRA engagiert sich künftig stärker für die Dekarbonisierung des Luftverkehrs. Das Unternehmen ist der vom baden-württembergischen Verkehrsministerium initiierten „Allianz Neues Fliegen“ beigetreten. Ziel der Initiative ist es, den Einsatz nachhaltiger Flugkraftstoffe (Sustainable Aviation Fuels, SAF) durch verbindliche Beimischungsquoten zu fördern und die klimapolitischen Ziele des Landes zu unterstützen.
DEKRA bringt als eines von derzeit zwölf Mitgliedern technische Expertise in den Bereichen Prüfung, Inspektion und Zertifizierung (TIC) ein. Damit will das Unternehmen zur Entwicklung verbindlicher Standards für die Herstellung und Nutzung alternativer Flugkraftstoffe beitragen. Laut DEKRA-Vorstand Wolfgang Linsenmaier sei es entscheidend, dass Herkunft, Qualität und Wirkung auf das Klima nachhaltiger Flugkraftstoffe unabhängig überprüft und belegt werden. „Als neutrale Prüf- und Zertifizierungsorganisation setzen wir uns dafür ein, sogenanntes Greenwashing zu vermeiden und glaubwürdige Standards zu etablieren“, so Linsenmaier.
Auch über den Luftverkehr hinaus ist DEKRA aktiv im Bereich erneuerbarer Kraftstoffe nicht-biologischen Ursprungs (Renewable Fuels of Non-Biological Origin, RFNBOs). So hat das Unternehmen im Jahr 2025 etwa die Produktion von grünem Wasserstoff aus einer 20-Megawatt-Elektrolyseanlage von Air Liquide in Oberhausen zertifiziert.
Mit dem Beitritt zur Allianz will DEKRA laut Linsenmaier seine Rolle als „verlässlicher Partner auf dem Weg zur klimaneutralen Mobilität der Zukunft“ unterstreichen. Die Initiative versteht sich als Netzwerk, das die technische Umsetzung und politische Flankierung klimafreundlicher Fluglösungen vorantreibt.
© IWR, 2026
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14.10.2025



